Bundesrahmenvereinbarung zur SAPV in Vorbereitung

Die Spezialisierte ambulanten Palliativversorgung (SAPV) soll mittels eines bundeseinheitlichen Zulassungsverfahrens neu geregelt werden. Ziel ist es, die SAPV-Verträge aus dem Wettbewerbsrecht herauszunehmen, weil ansonsten neue SAPV-Verträge einer europaweiten Ausschreibungspflicht unterlägen. Dies hätte möglicherweise negative Effekte auf die Qualität und die Flächendeckung der Versorgung. Die neue Rahmenvereinbarung soll unter Einbeziehung der Fachverbände bis zum 30.09.2018 erarbeitet werden.

Weitere Infos: https://www.dgpalliativmedizin.de/neuigkeiten/sapv-und-aapv.html

Weltärztebund lehnt Tötung auf Verlangen weiterhin ab

Bei der letzten Generalversammlung in Reykjavik Anfang Oktober hat der Weltärztebund sein Nein zur Tötung auf Verlangen und zur Beihilfe zum Suizid bekräftigt. Die kanadische sowie niederländische Ärztekammer hatten den Weltärztebund aufgefordert, eine neutrale Position gegenüber aktiver Sterbehilfe und Beihilfe zum Suizid einzunehmen, was der Weltärztebund wiederholt ablehnte.

Weitere Infos: https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/98406/Weltaerztebund-lehnt-Toetung-auf-Verlangen-weiter-ab

Kooperationsvertrag zwischen dem LSHPN und der Hospiz Stiftung Niedersachsen

Der LSHPN hat gemeinsam mit der Hospiz Stiftung Niedersachsen zum 1. Oktober 2018 einen Kooperationsvertrag geschlossen. Inhalte dieser Kooperation sind im Speziellen die wechselseitige Teilnahme an Veranstaltungen sowie die Unterstützung bei der Öffentlichkeitsarbeit. Die Vereinbarung sieht weiterhin einen gegenseitigen Informationsaustausch über laufende Veranstaltungen und Aktivitäten in Niedersachsen vor. Darüber hinaus soll es einmal pro Jahr einen inhaltlichen Austausch zu aktuellen Themen und zur Weiterentwicklung der Kooperation geben.
Der LSHPN freut sich sehr auf die gemeinsame Zusammenarbeit und hofft, damit einen weiteren wichtigen Beitrag zu der Enttabuisierung des Themas Sterben, Tod und Trauer leisten zu können.

Hospizstiftung würdigt vernetzte Versorgung am Lebensende – Niedersächsischer Hospizpreis an sechs herausragende Organisationen vergeben

Am Samstag, den 20.Oktober, hat die Niedersächsische Hospizstiftung im Schloss Osnabrück zum vierten Mal den Niedersächsischen Hospizpreis vergeben. Ausgezeichnet wurden Hospizdienste und Einrichtungen des Gesundheitswesens, die innovative und umfassende Formen der Kooperation im Bereich der Hospizarbeit und Palliativversorgung initiiert und umgesetzt haben.
Im Beisein von Sozialministerin Dr. Carola Reimann und vieler weiterer prominenter Gäste wurden insgesamt sechs aus über 30 Initiativen für den mit insgesamt 12.000 Euro dotierten Preis ausgewählt. In den beiden je dreiköpfigen Jurys waren mit PD Dr. Michael Coors, Rosemarie Fischer und Dr. Sven Schwabe auch drei Vertreter*innen des Landesstützpunkt Hospizarbeit und Palliativversorgung Niedersachsen beteiligt. Die Zucchini Sistaz sorgten mit ihrer verspielt-hinreißenden Musik für eine lebendige Untermalung der Preisverleihung.
Die Gewinner in den beiden Kategorien lauten wie folgt:

Kategorie „Ehrenamt“

Osnabrücker Hospiz e.V. / Ambulanter Hospizdienst (Platz 1)

Stiftung Hospizdienst Oldenburg / Ambulanter Hospizdienst (Platz 2)
Ambulante Hospizdienst „Aufgefangen“ e.V. im ev. Luth. Kirchenkreis Ronnenberg (Platz 3)

Kategorie „Einrichtung des Gesundheitswesens“

Rotenburger Werke der Inneren Mission (Platz 1)

Altenzentrum Karl Flor, Bethel im Norden, Hannover (Platz 2)
Johannesstift Dörpen und Papenburg – Palliativstützpunkt nördliches Emsland (Platz 3)

Verleihung des Niedersächsischen Hospizpreises am 20. Oktober 2018

Zum 4. Mal vergibt die Hospiz Stiftung Niedersachsen in Zusammenarbeit mit dem Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung den Niedersächsischen Hospizpreis, um den sich in diesem Jahr 19 Hospizvereine, -initiativen und –gruppen sowie 14 Pflege- und Gesundheitseinrichtungen Niedersachsens beworben haben. Ende September hat die fachkundige Jury getagt und unter den Kandidaten die Preisträger ermittelt. Geehrt werden Vereine und Einrichtungen, die mit ihren Innovationen die Hospizkultur leben und zu einer besseren Vernetzung in der alltäglichen Versorgung schwerstkranker Menschen beitragen.
Der Preis ist mit insgesamt 12.000 Euro dotiert und wird am 20. Oktober in der Schlossaula der Universität Osnabrück in Anwesenheit der Niedersächsischen Sozialministerin Frau Dr. Carola Reimann, des ehemaligen Bundesinnenministers und Schirmherrn der Hospiz Stiftung Herr Dr. h.c. Rudolf Seiters und der Bürgermeisterin von Osnabrück Frau Birgit Strangmann verliehen.

PM – Weil Sterben zum Leben gehört

DHP Stiftung vergibt Preis für Hospizkultur im Krankenhaus – Bewerbung bis zum 15. November 2018

Die Deutsche Hospiz- und PalliativStiftung hat den Stiftungspreis 2018 ausgeschrieben für Projekte, „, die die Versorgung und Begleitung schwerstkranker und sterbender Menschen in Krankenhäusern sowie die Verwirklichung einer Hospizkultur und Palliativkompetenz in den relevanten Bereichen des Krankenhauses zum Ziel haben“. Die Ausschreibung richtet sich an Palliativ-, Konsiliar-, Hospiz- und sogenannte Liaisondienste in Krankenhäusern selbst, aber auch an ambulante Hospizdienste und weitere kooperierende Projekte.
Weitere Informationen: www.dhp-stiftung.de

Hospizstiftung zeichnet hospizlich-palliatives Engagement in Niedersachsen aus: Preisverleihung am 20. Oktober in Osnabrück

Unter dem Titel „Würdigung einer gelingenden Versorgung in Vernetzung von hospizlichen, palliativ-medizinischen und palliativ-pflegerischen Hilfsangeboten“ vergibt die Hospizstiftung Niedersachsen zum 4. Mal den Niedersächsischen Hospizpreis. 33 Initiativen und Einrichtungen haben sich in 2 Kategorien für die mit insgesamt 12.000€ dotierte Auszeichnung beworben, die im Beisein von Sozialministerin Dr. Carola Reimann in der Schlossaula in Osnabrück vergeben wird. Geehrt werden Good-Practice-Beispiele ehrenamtlicher Hospizvereine sowie Institutionen im Gesundheitswesen, denen es auf innovative Weise gelingt, die Hospizkultur zu leben und die vernetzte Versorgung im Alltag zu verankern.
Weitere Informationen: http://hospiz-stiftung-niedersachsen.de/

LSHPN auf DGP-Kongress vertreten

Der Landesstützpunkt Hospizarbeit und Palliativversorgung Niedersachsen (LSHPN) war beim Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) vom 5.-8. September 2018 in Bremen mit einem Messestand vertreten. Gerade aufgrund der Nähe zu Niedersachsen nutzten die Referent*innen und Vorstandsmitglieder des LSHPN die Möglichkeit zum direkten Austausch mit den Akteuren der Palliativversorgung. Sie informierten Interessierte über die Arbeit des Landesstützpunktes und erörterten gemeinsam die neuen Entwicklungen und Herausforderung der hospizlich-palliativen Versorgung in Niedersachsen.

Wir bedanken uns bei der DGP für die Bereitstellung des Standplatzes und die hervorragende Organisation des Kongresses sowie bei allen Teilnehmenden für den konstruktive Gespräche und das Interesse.

Versorgungsplanung am Lebensende: LSHPN vernetzt Gesprächsbegleiter*innen

Aufgrund der zahlreichen Rückfragen bei der Einführung der Versorgungsplanung am Lebensende nach §132g legt der LSHPN eine niedersachsenweite Kontaktliste für Gesprächsbegleiter*innen an.
Gerade in der Anfangsphase stehen viele Einrichtungen vor der Herausforderung der „externen Vernetzung“. Sie sollen und wollen sich mit regionalen Hospiz- und Palliativorganisationen und anderen Einrichtungen der stationären Altenpflege und Behindertenhilfe vernetzen aber wissen oft nicht, wer in Ihrer Region ebenfalls an diesem Thema arbeitet. Die Vernetzung mit anderen Akteuren ist aber u.a. wichtig, um auf regionaler Ebene einen gemeinsamen Notfallbogen einzuführen, Rettungsdienste, Krankenhäuser sowie weitere Versorgungsakteure hierfür zu schulen und einen regionalen Austausch- und Abstimmungsprozess zu initiieren.
Zur Förderung der regionalen Vernetzung sammelt der LSHPN daher die Kontakte von Gesprächsbegleiter*innen aus Niedersachsen, die für die Gesprächsbegleitung nach §132g ausgebildet sind. Damit wollen wir Akteuren, die in Ihrer Region einen entsprechenden Vernetzungsprozess beginnen, die Möglichkeit zur Kontaktaufnahme zu Gleichgesinnten geben und dadurch die Netzwerkbildung insgesamt unterstützen.

Wie funktioniert die Gesprächsbegleiter*innen-Kontaktliste?

  1. Der LSHPN pflegt eine Excel-Datenbank an, in welcher der Name des Gesprächsbegleiters, der Name der Einrichtung/Organisation, der Landkreis, das Ausbildungsinstitut und eine Kontaktmöglichkeit (E-Mail-Adresse) hinterlegt sind. Die Datenbank ist den Regeln des Datenschutzes entsprechend gesichert und ausschließlich den Mitarbeiter*innen des Landesstützpunktes zugänglich. Diese sind dem Datenschutz verpflichtet und dürfen die Daten nur zweckgebunden mit der ausdrücklichen Zustimmung der Person herausgeben. Indem Sie Ihre Kontaktdaten für die Liste zur Verfügung stellen, erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihre Daten für den im folgenden erörterten Zweck der Liste verwendet werden. Sie können jederzeit der weiteren Verwendung ihrer Daten für die Zukunft widersprechen. Wir werden diese dann umgehend löschen.
  2. Interessierte Gesprächsbegleiter*innen können sich beim LSHPN melden und sich mit folgenden Daten in die Datenbank aufnehmen lassen:
    Name, Vorname
    Name der eigenen Organisation
    Landkreis
    Name der Institution, bei der die Gesprächsbegleiter*innen-Schulung absolviert wurde
    E-Mail-Adresse, optional: Telefonnummer
  3. Personen, die sich in Ihrer Region regional vernetzen möchten, können beim LSHPN nachfragen, ob es in ihrer Region ausgebildete Gesprächsbegleiter*innen gibt, die sich ebenfalls gerne vernetzen würden. Sind entsprechende Einträge in der Datenbank hinterlegt informiert der LSHPN beide/alle Personen voneinander und lässt ihnen wechselseitig die Kontaktmöglichkeit der/des anderen zukommen.

DHPV begrüßt den Gesetzesentwurf für eine bessere SAPV-Versorgung

Somit ist nun auf den Weg gebracht, was dem DHPV schon lange auf dem Herzen lag – die SAPV-Leistungserbringer sollen Anspruch auf die Teilnahme an der SAPV-Versorgung haben, sofern sie die in den Landesrahmenverträgen vorgegebenen Voraussetzungen erfüllen. Zukünftig würde damit die Versorgung nach SAPV aus dem Vergaberecht fallen.

Allerdings weist der DHPV mit Nachdruck darauf hin, dass die Etablierung dieses neuen Zulassungsverfahrens an eine einheitliche und verbindliche Bundesrahmenvereinbarung geknüpft werden muss, um zu gewährleisten, dass Menschen bis zum Tod in ihrer gewohnten Umgebung sowohl gleich- als auch qualitativ hochwertig versorgt werden können.

Der DHPV hat am 17.08.2018 eine Stellungnahme zum Gesetzentwurf eingereicht und seine Auffassung beim Bundesgesundheitsministerium und bei der Verbändeanhörung am 22.08.2018 bekräftigt. Bereits Mitte September soll nach Aussage des BMG ein entsprechender Kabinettsbeschluss vorliegen.

Lesen Sie mehr dazu unter: Stellungnahme DHPV