LSHPN auf DGP-Kongress vertreten

Der Landesstützpunkt Hospizarbeit und Palliativversorgung Niedersachsen (LSHPN) war beim Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) vom 5.-8. September 2018 in Bremen mit einem Messestand vertreten. Gerade aufgrund der Nähe zu Niedersachsen nutzten die Referent*innen und Vorstandsmitglieder des LSHPN die Möglichkeit zum direkten Austausch mit den Akteuren der Palliativversorgung. Sie informierten Interessierte über die Arbeit des Landesstützpunktes und erörterten gemeinsam die neuen Entwicklungen und Herausforderung der hospizlich-palliativen Versorgung in Niedersachsen.

Wir bedanken uns bei der DGP für die Bereitstellung des Standplatzes und die hervorragende Organisation des Kongresses sowie bei allen Teilnehmenden für den konstruktive Gespräche und das Interesse.

Versorgungsplanung am Lebensende: LSHPN vernetzt Gesprächsbegleiter*innen

Aufgrund der zahlreichen Rückfragen bei der Einführung der Versorgungsplanung am Lebensende nach §132g legt der LSHPN eine niedersachsenweite Kontaktliste für Gesprächsbegleiter*innen an.
Gerade in der Anfangsphase stehen viele Einrichtungen vor der Herausforderung der „externen Vernetzung“. Sie sollen und wollen sich mit regionalen Hospiz- und Palliativorganisationen und anderen Einrichtungen der stationären Altenpflege und Behindertenhilfe vernetzen aber wissen oft nicht, wer in Ihrer Region ebenfalls an diesem Thema arbeitet. Die Vernetzung mit anderen Akteuren ist aber u.a. wichtig, um auf regionaler Ebene einen gemeinsamen Notfallbogen einzuführen, Rettungsdienste, Krankenhäuser sowie weitere Versorgungsakteure hierfür zu schulen und einen regionalen Austausch- und Abstimmungsprozess zu initiieren.
Zur Förderung der regionalen Vernetzung sammelt der LSHPN daher die Kontakte von Gesprächsbegleiter*innen aus Niedersachsen, die für die Gesprächsbegleitung nach §132g ausgebildet sind. Damit wollen wir Akteuren, die in Ihrer Region einen entsprechenden Vernetzungsprozess beginnen, die Möglichkeit zur Kontaktaufnahme zu Gleichgesinnten geben und dadurch die Netzwerkbildung insgesamt unterstützen.

Wie funktioniert die Gesprächsbegleiter*innen-Kontaktliste?

  1. Der LSHPN pflegt eine Excel-Datenbank an, in welcher der Name des Gesprächsbegleiters, der Name der Einrichtung/Organisation, der Landkreis, das Ausbildungsinstitut und eine Kontaktmöglichkeit (E-Mail-Adresse) hinterlegt sind. Die Datenbank ist den Regeln des Datenschutzes entsprechend gesichert und ausschließlich den Mitarbeiter*innen des Landesstützpunktes zugänglich. Diese sind dem Datenschutz verpflichtet und dürfen die Daten nur zweckgebunden mit der ausdrücklichen Zustimmung der Person herausgeben. Indem Sie Ihre Kontaktdaten für die Liste zur Verfügung stellen, erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihre Daten für den im folgenden erörterten Zweck der Liste verwendet werden. Sie können jederzeit der weiteren Verwendung ihrer Daten für die Zukunft widersprechen. Wir werden diese dann umgehend löschen.
  2. Interessierte Gesprächsbegleiter*innen können sich beim LSHPN melden und sich mit folgenden Daten in die Datenbank aufnehmen lassen:
    Name, Vorname
    Name der eigenen Organisation
    Landkreis
    Name der Institution, bei der die Gesprächsbegleiter*innen-Schulung absolviert wurde
    E-Mail-Adresse, optional: Telefonnummer
  3. Personen, die sich in Ihrer Region regional vernetzen möchten, können beim LSHPN nachfragen, ob es in ihrer Region ausgebildete Gesprächsbegleiter*innen gibt, die sich ebenfalls gerne vernetzen würden. Sind entsprechende Einträge in der Datenbank hinterlegt informiert der LSHPN beide/alle Personen voneinander und lässt ihnen wechselseitig die Kontaktmöglichkeit der/des anderen zukommen.

DHPV begrüßt den Gesetzesentwurf für eine bessere SAPV-Versorgung

Somit ist nun auf den Weg gebracht, was dem DHPV schon lange auf dem Herzen lag – die SAPV-Leistungserbringer sollen Anspruch auf die Teilnahme an der SAPV-Versorgung haben, sofern sie die in den Landesrahmenverträgen vorgegebenen Voraussetzungen erfüllen. Zukünftig würde damit die Versorgung nach SAPV aus dem Vergaberecht fallen.

Allerdings weist der DHPV mit Nachdruck darauf hin, dass die Etablierung dieses neuen Zulassungsverfahrens an eine einheitliche und verbindliche Bundesrahmenvereinbarung geknüpft werden muss, um zu gewährleisten, dass Menschen bis zum Tod in ihrer gewohnten Umgebung sowohl gleich- als auch qualitativ hochwertig versorgt werden können.

Der DHPV hat am 17.08.2018 eine Stellungnahme zum Gesetzentwurf eingereicht und seine Auffassung beim Bundesgesundheitsministerium und bei der Verbändeanhörung am 22.08.2018 bekräftigt. Bereits Mitte September soll nach Aussage des BMG ein entsprechender Kabinettsbeschluss vorliegen.

Lesen Sie mehr dazu unter: Stellungnahme DHPV

Wenig Bedarf für weitere stationäre Hospize in Niedersachsen

Zu dieser Einschätzung gelangten die niedersächsischen Fachverbände und Krankenkassen in einer gemeinsamen Empfehlung zum Thema bedarfsgerechte Gestaltung der Versorgungsstruktur. Die Zahlen belegen, dass in den meisten Regionen Niedersachsens eine dem Bedarf angemessene Versorgung gewährleistet werden kann. Zusätzliche stationäre Hospize seien daher nur an wenigen Standorten nötig. „Bei einer ungesteuerten Ausweitung der Zahl der Hospize besteht die Gefahr, dass die notwendige Qualität in der Arbeit nicht gewährleistet wird“, heißt es in der Empfehlung. Umso wichtiger ist es für die wenigen Regionen, in denen noch unzureichende Angebote existieren, entsprechend qualitative, nachhaltige sowie wirtschaftliche Strukturen zu schaffen. Seitens des Sozialministeriums wird diese Handlungsempfehlung begrüßt, welche als sinnvolles Instrument für zukünftige Planungen dient.

Gemeinsame Pressemeldung – Wenig Bedarf fur stationäre Hospize

Empfehlung zur stationären Hospizversorgung in Niedersachsen – mit Fragebogen 2018

Das Benefizschwimmen im Annabad Hannover ein riesen Erfolg

Beinahe 1.000 Schwimmerinnen und Schwimmer schwammen am17. August 2018 wieder für  den guten Zweck. Ganze 600 km – so viel wie noch nie – wurden von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern im Alter von 5 bis 85 Jahren zurückgelegt. Dies wurde von Schwimmbahnpaten mit 5 Euro pro geschwommene 100 Meter belohnt. Die Summe aus diesem großartigen Ergebnis kommt der Verbesserung der Versorgung schwerkranker Kinder und Jugendlicher zugute.

Lesen Sie dazu mehr unter: Betreuungsnetz.org

Rebecca Toenne wird in den ersten Vorstand der Pflegekammer Niedersachsen gewählt

Am 8. August 2018 wurde im Rahmen der konstituierenden Sitzung der Pflegekammer Niedersachsen der neue Vorstand für die Legislaturperiode 2018 bis 2023 gewählt.

Zur ersten Präsidentin wurde die Gesundheits- und Krankenpflegerin Sandra Mehmecke gewählt. Der Vorstand setzt sich aus 7 Mitgliedern zusammen. Aus dem „Netzwerk für die Versorgung schwerkranker Kinder und Jugendlicher e. V.“, welcher einer der Träger des Landesstützpunktes Hospizarbeit und Palliativversorgung Niedersachsen ist, wurde die Geschäftsführerin Rebecca Toenne in den Vorstand gewählt. Sie nahm die Wahl als Repräsentantin des Bereichs Gesundheits- und Kinderkrankenpflege an. Der Landesstützpunkt gratuliert Frau Toenne ganz herzlich zur Wahl als neues Vorstandsmitglied und wünscht für die Arbeit in dieser Funktion alles Gute und viel Erfolg.

Weitere Vorstandsmitglieder sind Nora Wehrstedt als stellvertretende Präsidentin, Dr. Regina Schmeer, Melina Kregel, Sascha Sandhorst und Dr. Jochen Berentzen.

Nähere Informationen zu den Wahlergebnissen aus der Kammersitzung finden Sie unter: Pflegekammer Niedersachsen

Zahl der häuslichen Sterbebegleitungen steigt in Niedersachsen auf rund 4.500

Laut einer Prognose des vdek wird in diesem Jahr die Zahl der durch ambulante Hospizdienste betreuten Menschen an ihrem Lebensende bei ca. 4.500 liegen. Dies ist eine Verdreifachung seit 2005. Unterstützt wird die Arbeit der ambulanten Hospizdienste durch die Ersatzkassen landesweit mit rund 2,85 Millionen Euro. Dieses Geld fließt in 88 Hospizdienste mit mehr als 3.700 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern.

Nähere Informationen entnehmen sie bitte der Pressemitteilung des vdek unter

https://www.vdek.com/LVen/NDS/presse/pressemitteilungen/2018/20180807.html.

LSHPN erweitert Angebotsdatenbank für hospizlich-palliative Angebote

Krankenhäuser, Apotheken und Seelsorge hinzugefügt

Der Landesstützpunkt Hospizarbeit und Palliativversorgung hat seine Angebotsdatenbank über hospizlich-palliative Angebote in Niedersachsen um drei neue Kategorien erweitert. Neben palliativen Leistungen in Krankenhäusern (Palliativdienste, Palliativbetten, Palliativstationen) und Apotheken mit besonderen Kompetenzen in der palliativen Versorgung wurden auch Angebote der Seelsorge mit aufgenommen.

Die Datenbank ist das Ergebnis einer Abfrage des LSHPN und basiert auf den Rückmeldungen der Organisationen. Sie ist daher weder vollständig noch abgeschlossen und befindet sich in einer ständigen Entwicklung. Wenn Sie Anregungen haben, schreiben Sie uns gerne an:

Die Datenbank ist ein Angebot des LSHPN für Bürger*innen, Leistungsträger, Leistungserbringer, Politik und Verwaltung. Sie soll den Zugang zu einer guten hospizlich-palliativen Versorgung erleichtern und Informationen über regionale Angebote bereitstellen. Die Angebotsdatenbank befindet sich auf unserer Homepage unter:
https://www.hospiz-palliativ-nds.de/angebote-vor-ort/

„Schwimmen tut gut – Rock macht Mut!“

Am 17. August 2018 wird zum neunten Mal das Annabad in Hannover Kleefeld für den guten Zweck gerockt. Unter dem Motto „Schwimmen tu t gut – Rock macht Mut!“ sammelt das Netzwerk für die Versorgung schwerkranker Kinder und Jugendlicher e.V. gemeinsam mit dem Team vom Annabad, zahlreichen ehrenamtlichen Helfern und der musikalischen Unterstützung der „Rocking Vets“ Spenden für die Verbesserung der Versorgung schwerkranker Kinder.
Von 18:00 bis 21:00 Uhr können Groß und Klein sowie Jung und Alt nach Lust und Laune ihre „Bahnen ziehen“. Durch die Unterstützung von Schwimmbahnpaten wird jeder geschwommene Meter mit einer Spende von 5 Euro pro 100 Meter belohnt. Im vergangenen Jahr haben knapp 1000 Schwimmerinnen und Schwimmer mehr als 300 Kilometer erschwommen – und das trotz Regen. Bei dem diesjährigen heißen Sommer sollte dem Anknüpfen an den Erfolg vom letzten Jahr zumindest wettertechnisch nichts im Wege stehen. Daher also einfach schwimmend oder spendend dabei sein. Die Organisatoren nehmen gern noch weitere Bahn-Spenden entgegen.
Weitere Informationen zu diesem Event finden Sie unter: Betreuungsnetz.org

Auswertung des Forschungs- und Praxisprojektes „Sterben zuhause im Heim – Hospizkultur und Palliativkompetenz in der stationären Langzeitpflege“

Im April 2015 wurde vom Bundesministerium für Gesundheit eine Ausschreibung zum Thema „Versorgung sterbender Menschen in der stationären Langzeitpflege“ bekannt gegeben. Nach erfolgreicher Bewerbung haben das Institut für Praxisforschung und Projektberatung (IPP) und das Zentrum für Interdisziplinäre Gesundheitsforschung (ZIG) das zweijährige Projekt umgesetzt. Es sollten Erkenntnisse darüber gewonnen werden, warum Bewohner*innen von Pflegeheimen in der letzten Phase ihres Lebens in ein Krankenhaus überwiesen werden. Daraus schließend sollte die Frage beantwortet werden, wie die Versorgung und Betreuung Sterbender in einem Pflegeheim verbessert werden kann, um eine Überweisung „zum Sterben“ in ein Krankenhaus zu vermeiden.
Zu diesem Zweck wurde eine Online-Befragung aller seit 2015 bei www.heimverzeichnis.de gelisteter stationärer Pflegeheime durchgeführt. Hierzu wurden rund 10.500 Adressen kontaktiert. Die Umfrage ergab einen Rücklauf von 1.614 Einrichtungen. Dabei trägt Niedersachsen mit 62 Pflegeheimen einen Anteil von 5,9 Prozent in dem SiH-Projekt.
Weitere Informationen zu dem Forschungs- und Praxisprojekt SiH finden Sie unter:
https://www.bundesgesundheitsministerium.de/fileadmin/Dateien/5_Publikationen/Pflege/Berichte/_SiH_Sachbericht_413u415_FINAL_2018-05-22.pdf