10 Jahre Messe LEBEN UND TOD in Bremen

…und der LSHPN war wie in den vergangenen Jahren gemeinsam mit dem Hospiz- und PalliativVerband Niedersachsen e. V. und der Hospiz Stiftung Niedersachsen an einem Messestand vertreten. An den beiden Tagen gab es vielfältige Kontakte zu Privatbesuchern und Aktiven aus der Hospiz- und Palliativszene aus dem gesamten Bundesgebiet – für den LSHPN ein voller Erfolg.

Pressemeldung Leben und Tod

Verbot der geschäftsmäßigen Sterbehilfe – Verfassungsgericht prüft §217

Am 16. und 17. April finden am Bundesverfassungsgericht zwei Verhandlungstage zum §217 des StGB statt, der die „geschäftsmäßige Förderung der Selbsttötung“ in Deutschland unter Strafe stellt. Der Paragraph wurde Ende 2015 eingeführt und soll verhindern, dass Sterbehilfeorganisationen, Einrichtungen aber auch Einzelpersonen die Beihilfe zur Selbsttötung gewerblich und auf Wiederholung angelegt anbieten.
Schwer erkrankte Menschen, Sterbehilfevereine aus Deutschland und Ärzte haben Klage eingereicht, da dieser Paragraf ihrer Meinung nach gegen das allgemeine Persönlichkeitsrecht verstoße. Sie fordern ein Recht auf ein selbstbestimmtes Sterben und wünschen sich, dass Ärzt*innen bei der Umsetzung aktiver mitwirken dürfen sollen. Nach aktueller Rechtslage ist die Beihilfe zur Selbsttötung weiterhin erlaubt sofern sie nicht geschäftsmäßig betrieben werde.
Die Bundesärztekammer, die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin und andere Verbände vertreten dagegen die Auffassung, dass es keine ärztliche Aufgabe sei, Menschen zu töten oder diese bei Ihrer Selbsttötung aktiv zu unterstützen. Vielmehr müsse alles dafür getan werden, die letzte Lebensphase so angenehm wie möglich zu gestalten und sich offen und respektvoll mit den Sterbewünschen der Betroffenen auseinanderzusetzen. Offene Gespräche und Angebote der Palliativversorgung und der Hospizbegleitung können häufig andere Perspektiven aufzeigen und ein würdevolles und schmerzfreies Sterben ermöglichen.

Weitere Infos: Tagesschau.de

Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey würdigt 95 junge Ehrenamtliche für ihr Engagement in der Hospizarbeit

Unter dem Motto „Letzte Wege begleiten. Mehr als ein Ehrenamt“ hat am 5. April 2019 Dr. Franziska Giffey 95 junge Ehrenamtliche aus der bundesweiten Hospizarbeit und

Palliativversorgung nach Berlin eingeladen, um sie für ihr Engagement auszuzeichnen und mit ihnen über die ehrenamtliche Begleitung von schwerstkranken und sterbenden Menschen zu sprechen.
Die Ehrenamtlichen erhielten Urkunden, die zum einen ihren Einsatz würdigen und zum anderen die Möglichkeit geben, die erworbenen Kompetenzen und das Engagement im weiteren Leben nachzuweisen wie beispielsweise bei Bewerbungen für eine Ausbildung, einen Studienplatz oder einen Job.
Weitere Informationen

Prof. Dr. Hardinghaus mit den geehrten jungen Ehrenamtlichen aus Niedersachsen

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey, SPD, nimmt im Umweltforum an der Veranstaltung ‘ Ehrenamt im Hospiz ‘ teil. Berlin, 05.04.2019. Copyright: Thomas Trutschel/ photothek.net [Tel. +493028097440 – www.photothek.net – Jegliche Verwendung nur gegen Honorar und Beleg. Urheber-/Agenturvermerk wird nach Paragraph13 UrhG ausdruecklich verlangt! Es gelten ausschliesslich unsere AGB.]

Pressemeldung – Der letzte Wille zählt – auch bei der Ernährung am Lebensende

Bessere gesundheitliche Vorsorgeregelung: Landesstützpunkt Hospizarbeit und Palliativversorgung fordert flächendeckendes Beratungsangebot auch in der ambulanten Arbeit

HANNOVER. Ein Mensch liegt im Sterben. Es gibt keine Patientenverfügung und der tatsächliche Wille ist nicht eindeutig erkennbar. Der behandelnde Arzt muss alle lebenserhaltenden Schritte bis zum letzten Atemzug vornehmen. Dazu gehört auch, dass Patienten selbst gegen den eigenen Willen…PM Der Letzte Wille zählt

BGH: Urteil zur ärztlichen Haftung bei Lebensverlängerung durch künstliche Ernährung

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat am 2. April2019 die Schmerzensgeldklage eines Sohnes abgewiesen, dessen demenziell erkrankter Vater bei unbekanntem Patientenwillen von einem Hausarzt über 5 Jahre künstlich ernährt worden ist. Der VI. Zivilsenat begründete die Entscheidung mit dem Argument, dass das menschliche Leben absolut erhaltenswürdig sei und sein Wert nicht von Dritten beurteilt werden könne. Daher könne dieses Leben nicht als ein Schaden angesehen werden, aus dem sich Schmerzensgeldansprüche ableiten ließen. Auch die Behandlungs- und Pflegekosten müsse der Arzt dem Sohn nicht erstatten.

Weitere Infos: https://www.bundesgerichtshof.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2019/2019040.html

Kooperationsprojekte – Förderung individueller Trauerprojekte niedersächsischer Hospizdienste

Das Land Niedersachsen hat zur Förderung der Trauerarbeit in Niedersachsen 100.000 Euro bereit gestellt und den LSHPN mit der Umsetzung dieses Projektes beauftragt.
Ein Teil dieses Geldes soll für innovative und kreative Ideen zur Verfügung stehen, wel-che die Trauerarbeit in den ambulanten Hospizdiensten unterstützen und stärken.
Gefördert werden dabei 10 Projekte niedersächsischer Hospizdienste mit jeweils 2000 Euro.
Ideen für diese Projekte können beispielsweise Veranstaltungen mit Kindertagesstätten…Weiterlesen

Bewerbungsschluss: 1. Mai 2019

Hospizarbeit all inclusive? – Hospizler*innen diskutieren über Begleitung von Menschen mit Beeinträchtigungen am Lebensende

Am Mittwoch, 13.3.2019 gestalteten die Niedersächsische Arbeitsgruppe „Hospizarbeit und Palliativversorgung für Menschen mit Beeinträchtigungen“ und der LSHPN den inhaltlichen Teil der Mitgliederversammlung des HPVN. Knapp 50 Teilnehmende aus den niedersächsischen Hospizvereinen tauschten sich über die Erfahrungen, Herausforderungen und Möglichkeiten der Begleitung von Menschen mit Beeinträchtigungen aus und wurden dabei von den Mitgliedern der Arbeitsgruppe kompetent informiert und beraten.

Eingeleitet wurde die Veranstaltung mit einem Film der Lebenshilfe Bochum (Vielen Dank), indem Menschen mit Lernschwierigkeiten von ihren Wünschen für die letzte Lebensphase berichteten. Während des folgenden Impulsvortrags zur positiven Entwicklung der Hospizarbeit und Palliativversorgung in Deutschland und Niedersachsen wurde durch kritische Nachfragen deutlich, dass Menschen mit Beeinträchtigungen bislang oft nur unzureichend Zugang zu den Versorgungsstrukturen haben.

Welche Erfahrungen die niedersächsische Hospizszene bereits diesbezüglich hat, welche Berührungsängste und Unsicherheiten bestehen und wie Kontakt zu Einrichtungen der Eingliederungshilfe hergestellt werden kann, all diese Fragen wurden anschließend in Workshops diskutiert. Antje Doß, Andrea Kroll (beide Hospiz- und Palliativdienst der Malteser Hannover), Claudia Liebau (Rotenburger Werke) und Johanna Schmidtkunz (HPVN) von der Niedersächsischen Arbeitsgruppe moderierten die Austauschrunden und präsentierten daraufhin im Rahmen einer Talkshow gemeinsam mit den Teilnehmenden die Ergebnisse. Dabei wurde u.a. auch auf die Broschüre und den Flyer  „Wer hilft mir, wenn ich sterbe?“ hingewiesen. In einer kurzen und berührenden Geschichte erzählte Antje Doß abschließend, wie eine gelungene Begleitung am Lebensende aussehen kann.

Wir bedanken uns bei allen Teilnehmenden für ihre wertvollen Beiträge und das Interesse an dem Thema, bei den Moderator*innen für ihr außergewöhnliches Engagement und die hilfreichen Informationen und dem HPVN für die Möglichkeit, den inhaltlichen Teil der Mitgliederversammlung zu gestalten.

Niedersächsische Hospizarbeit wird mehrsprachig – LSHPN und HPVN veröffentlichen Flyer für Hospizvereine in Arabisch , Englisch, Französisch, Russisch und Türkisch

Der Landesstützpunkt Hospizarbeit und Palliativversorgung Niedersachsen (LSHPN) und der Hospiz- und PalliativVerband Niedersachsen (HPVN) haben neue Informationsmaterialien für Hospizvereine entwickelt und veröffentlicht, mit denen Menschen mit nicht-deutscher Muttersprache angesprochen werden sollen. Die beiden Einleger „Unterstützungsangebote“ und „Selbst aktiv werden!“ sind in den Sprachen Arabisch, Englisch, Französisch, Russisch und Türkisch verfügbar und doppelseitig zweisprachig bedruckt. Sie können von den Hospizvereinen je nach Bedarf in den eigenen Flyer eingelegt werden und informieren allgemein über die Hospizarbeit, die hospizlichen Angebote und Möglichkeiten des eigenen Engagements.
Das Projekt wurde gefördert durch Spendengelder der NDR-Aktion „Hand-in-Hand für Norddeutschland“. Unterstützt wurde die Entwicklung u.a. vom Ethno-Medizinischen Zentrum in Hannover sowie zahlreichen Muttersprachler*innen mit hospizlichem Hintergrund. Ihnen sei an dieser Stelle unser herzlicher Dank für die wertvollen Hinweise und Übersetzungsvorschläge ausgedrückt.
Ziel des Projektes war es, die Angebote der hospizlichen Begleitung sowie die Möglichkeit des hospizlichen Engagements auch bei Menschen bekannt zu machen, die keine deutschen Muttersprachler*innen sind. Die Einleger sind als Beitrag zu einer kultursensiblen und inklusiven Öffnung der Hospizarbeit gedacht. Die Hospizvereine sind eingeladen, die Materialien eigenverantwortlich zu nutzen, auch unter Berücksichtigung der eigenen Möglichkeiten und Ressourcen. Zugleich werden der HPVN und der LSHPN das Thema in Zukunft weiter vertiefen und freuen sich dabei auf Anregungen und Rückmeldungen ().

Einleger mehrsprachig

Bestellformular Einleger

Die Materialien können
– unentgeltlich für Mitglieder des HPVN
– gegen eine Portogebühr (je nach Menge und Gewicht) für Nicht-Mitglieder des HPVN
bestellt werden unter:

Landesstützpunkt Hospizarbeit und Palliativversorgung Niedersachsen e.V.
Fritzenwiese 117
29221 Celle
info@hospiz-palliativ-nds.de    

oder

Hospiz-und PalliativVerband Niedersachsen e.V.
Fritzenwiese 117
29221 Celle
info@hospiz-nds.de

Niedersächsisches Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung fördert Trauerarbeit

Der LSHPN erhält in diesem Jahr speziell für die Förderung der Trauerarbeit in Niedersachsen 100.000 Euro vom Sozialministerium. Dieses Geld soll explizit für die Fort- und Weiterbildung der Ehrenamtlichen verwandt werden. Dafür ermittelt ein neu einberufener Arbeitskreis derzeit den landesweit benötigten Qualifizierungsbedarf.
Ziel soll es sein, die Ehrenamtlichen in ihren Kompetenzen der Sterbe- und Trauerbegleitung so zu stärken, dass sie in der Lage sind, Menschen nach einem Verlust von Familienangehörigen und Freunden gut ausgebildet und professionell zu begleiten.
Neben den zahlreichen Angeboten zur Weiterbildung im Bereich der Trauerarbeit soll die regionale Vernetzung der einzelnen Akteure ausgebaut werden, um einen intensiven Wissenstransfer zu ermöglichen.

Pressemeldung: Sozialministerium fördert Trauerarbeit

Tag der Kinderhospizarbeit

Am 10. Februar ist der Tag der Kinderhospizarbeit, welcher 2006 vom Deutschen Kinderhospizverein ins Leben gerufen wurde. An diesem Tag soll auf die Kinder und Jugendlichen mit lebensverkürzenden Krankheiten und deren Familien und Angehörige aufmerksam gemacht und damit die unschätzbar wertvolle Arbeit der Kinderhospize hervorgehoben werden.

Symbolisch für Hoffnung und Zuversicht können sich alle Menschen an diesem Tag ein grünes Band an beispielsweise Kleidung, Bäume oder Fenster hängen, um so Mitgefühl und Solidarität den betroffenen Familien gegenüber zu zeigen. So ist es dem Deutschen Kinderhospizverein neben der umfassenden Versorgung der erkrankten Kinder und Jugendlichen besonders wichtig, die individuelle Begleitung der Geschwister auf dem Weg zum Erwachsen werden zu unterstützen.

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