Ärztetag streicht das Verbot der ärztlichen Suizidbeihilfe aus der Musterberufsordnung

Der Deutsche Ärztetag (DÄT) hat auf seinem 124. Deutschen Ärztetag das Verbot der ärztlichen Suizidbeihilfe aus der Musterberufsordnung gestrichen. Eine breite Mehrheit von über 90 Prozent der Delegierten hat dafür gestimmt, den Satz „Sie [die Ärzte] dürfen keine Hilfe zur Selbsttötung leisten“ zu streichen. Vielmehr sollen die Ärzt*innen nach individueller Gewissensentscheidung nun selber entscheiden, ob Sie Suizidassistenz leisten. Zugleich wurde klargestellt, dass es keine Verpflichtung von Ärzt*innen beim assistierten Suizid geben kann und Suizidassistenz im Allgemeinen keine ärztliche Aufgabe sei. Der Ärztetag machte sich für einen Ausbau der Suizidprävention und der Palliativversorgung stark. In einem nächsten Schritt wird es darum gehen, die Beschlüsse des DÄT in die Berufsordnungen der Landesärztekammern zu übernehmen.

Weitere Infos: https://www.aerztezeitung.de/Kongresse/Suizidassistenz-Aerzteparlament-wagt-sich-in-ethisches-Neuland-vor-419394.html

Informationen über Palliativversorgung am Beispiel Emsland

In der St. Bonifatius Hospitalgesellschaft ist innerhalb der letzten Jahre das Angebot der Palliativversorgung im ambulanten wie stationären Bereich rasant gewachsen. Mit dem Palliativstützpunkt Nördliches Emsland in Sögel, dem Bereich der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung (SAPV) in Sögel am Hümmling Hospital und in Lingen am Bonifatius Hospital, wie auch den Palliativstationen in diesen beiden Häusern, wurde das Angebot für die Versorgung von schwerkranken, unheilbaren und sterbenden Menschen umfassend erweitert.

Eine Darstellung der Palliativversorgung am Beispiel Emsland wird am kommenden Freitag den 07.Mai 2021 um 18:30 Uhr beim TV Sender EmsTv in der Sendung “Stippvisite”, eine Sendung der St. Bonifatius Hospitalgesellschaft, gezeigt. Die Sendung wird dann 24h stündlich wiederholt und kann sich online unter www.emstv.de nochmals angeschaut werden!

Ärzt*innen mit bestimmten Sprachkenntnissen für niedersächsische Impfkampagne gesucht

Die Niedersächsische Staatskanzlei, die Niedersächsische Lotto-Sport-Stiftung und der Flüchtlingsrat Niedersachsen e.V. sind in den Vorbereitungen für eine Corona-Impfkampagne. Zugewanderte und Menschen mit geringen/schlechten Deutschkenntnissen zeigen eine geringe Bereitschaft zum Impfen. Sprachliche Schwierigkeiten, fehlende Informationen und Angst sind dabei einige Gründe. Dem soll entgegengewirkt werden.
Für die Impfkampagne sollen kurze Videos gedreht werden, in denen Ärzt*innen aufklären, informieren und die Angst vor einer Impfung nehmen – und das in mehreren Sprachen.

Es werden Ärzt*innen gesucht, die Englisch, Französisch, Tigrinya, Somali, Türkisch, Kurdisch, Albanisch, Georgisch, Bosnisch/Kroatisch/Serbisch oder Romanes sprechen und bei der Kampagne mithelfen möchten.

Mithelfende melden sich bitte zeitnah bei der Lotto-Sport-Stiftung, Felek Güler:
Tel.: 0511-999873-53 | Fax.: 0511-999871-55
E-Mail:

oder beim Flüchtlingsrat Niedersachsen, Frau Laura Müller:
; 0511 / 98 24 60 35.

Gesundheitliche Versorgungsplanung für Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen – Fachtag thematisiert Herausforderungen und Erfahrungen der Eingliederungshilfe

Am 21.04.21 fand das Vernetzungstreffen zur Gesundheitliche Versorgungsplanung (GVP) für Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen mit 90 Teilnehmer*innen statt. Die Niedersächsische Arbeitsgruppe „Hospizarbeit und Palliativversorgung für Menschen mit Beeinträchtigungen“, das Zentrum für Gesundheitsethik (ZfG) und der Landesstützpunkt Hospizarbeit und Palliativversorgung Niedersachsen (LSHPN) hatten zu einem gemeinsamen Austausch über Erfahrungen und Herausforderungen eingeladen, der aufgrund der Corona-Situation online durchgeführt wurde.

In Ihrer Begrüßung erläuterten Dr. Dorothee Arnold-Krüger (ZfG), Andrea Zimmermann (Niedersächsische Arbeitsgruppe) und Dr. Sven Schwabe, dass dieser Fachtag eine Zusammenführung von wichtigen Themen der gemeinsamen Arbeit in den letzten Jahren darstellt. Es habe sich gezeigt, dass sich die Erfahrungen von und die Anforderungen an GVP-Begleitungen in der Eingliederungshilfe von dem Setting der Pflegeeinrichtungen unterscheiden. So nehmen beispielsweise Fragen der gesetzlichen Vertretung, der unterstützenden Kommunikation und der Einwilligungsfähigkeit in der Eingliederungshilfe tendenziell einen größeren Raum ein und erfordern entsprechende Kompetenzen und Erfahrungen der Berater*innen. Andererseits kann GVP auch wichtige Impulse in die Organisationen der Eingliederungshilfe geben, zum Beispiel zur Selbstbestimmung, Teilhabe und zur Thematisierung von Sterben, Tod und Trauer.

In Ihrem Eröffnungsvortrag gab Dr. Sabine Petri (Caritasverband der Erzdiözese München und Freising) einen umfassenden Über- und Einblick in aktuelle Bedingungen, Möglichkeiten und Erfahrungen von GVP in der Eingliederungshilfe in Deutschland. Dabei stellte sie die besonderen Anforderungen an den Beratungsprozess bei Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen dar, an die Organisationen der Eingliederungshilfe sowie die regionale Vernetzung. So sollten beispielsweise die GVP-Begleiter*innen in diesem Setting zusätzlich Erfahrungen in unterstützender Kommunikation und Bereitschaft zur Vernetzung mitbringen, während die Einrichtungen die Implementierung von GVP als Projekt verstehen sollten, mit konkretem Projektteam, Klärung von Abläufen, Informationen an alle Mitarbeitenden sowie Mechanismen der Qualitätssicherung.


Rechtsanwältin Ingrid Alsleben (Die Vorsorge-Kanzlei, Gifhorn) erläuterte anschließend die rechtlichen Grundlagen von Patientenverfügungen und Vorsorgevollmachten. Anhand konkreter Beispiele verdeutlichte sie anschaulich, wie Patientenverfügungen gestaltet sein müssen, damit sie rechtlich bindend sind und von Behandler*innen berücksichtigt werden. Dabei wurde deutlich, dass Einwilligungs-, bzw. Einsichtsfähigkeit eine wichtige Voraussetzung für die Erstellung von Patientenverfügungen darstellt und diese auch bei vielen Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen erfüllt sei. Zugleich betonte sie die Aufgaben der gesetzlichen Vertretung bei der Ermittlung des mutmaßlichen Willens und der Mitwirkung an GVP.

Eine kritische Perspektive auf die Gesundheitliche Versorgungsplanung richtete Anne Volmering-Dierkes (Deutsches Institut für angewandte Pflegeforschung Köln), indem sie den Diskurs zu GVP in Deutschland beleuchtete. Über einen langen Zeitraum hinweg wurde Advance Care Planning (ACP) in einem medizinisch dominierten Diskurs primär als Ermöglichungsinstrument für Selbstbestimmung in der letzte Lebensphase beschrieben. In den Hintergrund tritt dabei, dass Selbstbestimmung nicht unabhängig gedacht werden kann, sondern förderliche gesellschaftliche Rahmenbedingungen braucht, die derzeit nicht immer erfüllt sind (z.B. Fachkräftemangel in der Pflege, Ökonomisierung im Gesundheitsweisen). Insbesondere in der Eingliederungshilfe sei ein Klima der für-sorgenden Gemeinschaften wichtig, damit ACP ohne sozialen Druck, ergebnisoffen und empathisch den Menschen in den Mittelpunkt stellt.

In den nachmittäglichen Workshops wurden wichtige Aspekte in Kleingruppen vertieft. Claudia Liebau (Rotenburger Werke) stellte Materialien zur unterstützenden Kommunikation vor und diskutierte mit den Teilnehmer*innen über Möglichkeiten und Grenzen der GVP-Kommunikation mit Menschen mit Beeinträchtigungen. Dr. Johannes Reisch (Facharzt für Allgemeinmedizin, Psychosomatische Medizin und Palliativmedizin, Gifhorn) zeigte anhand eines praktischen Beispiels, wie eine gute GVP-Begleitung mit Vertreter-Dokumentation funktionieren kann. Andrea Zimmermann (Diakonie Himmelsthür, Hildesheim) beriet mit den Teilnehmenden über Herausforderungen und gute Erfahrungen bei der Implementierung von GVP in der Einrichtung.

In einer abschließenden Gruppendiskussionen wurden Strategien und Tipps zur Ermöglichung von GVP in Pandemiezeiten gesammelt:

  • Durchführung von GVP-Beratungen in Vollschutz-Anzügen oder mit Plexiglasscheiben
  • Durchführung von GVP-Beratungen im Freien, z.B. im Garten oder auf dem Außengelände
  • Nutzung von digitaler Kommunikation (Videokonferenzen, Messenger mit Videotelefonie, Telefon), insbesondere in der Kommunikation mit Angehörigen und rechtlichen Vertreter*innen, zur Ermittlung des mutmaßlichen Willens und zur Erstellung der Vertreterdokumentation
  • Zeit nutzen, um GVP bei den Mitarbeitenden in der Einrichtung bekannt zu machen (Informationsmaterialien erstellen; Fortbildungen in Kleingruppen)
  • Frühzeitige Impfung der GVP-Begleiter*innen erwirken
  • Austausch mit anderen GVP-Gesprächsbegleiter*innen, z.B. in dem bundesweiten Netzwerk: https://www.hospiz-palliativ-nds.de/wp-content/uploads/2020/08/Flyer-Netzwerk-Gespr%C3%A4chsbegleiterinnen-in-Eingliederungshilfe.pdf

Angesichts der zahlreichen Hürden (Kontaktverbote, Zugangsbeschränkungen, teilweise schwierige Erreichbarkeit der Hausärzte, andere Prioritätensetzung in den Einrichtungen) ist die Durchführung von GVP während der COVID-19-Pandemie erheblich erschwert.
Die Tagung machte deutlich, dass GVP in der Eingliederungshilfe mit zahlreichen spezifischen Herausforderungen und Erfahrungen verbunden ist. Diese zu thematisieren und im gemeinsamen Austausch nach guten Lösungen zu suchen, wird eine der wichtigen Aufgaben der nächsten Jahre sein.

 

Bundestag debattiert über Neuregelung der Suizidbeihilfe

Am Mittwoch, 21.4.21 hat der Bundestag in einer Orientierungsdebatte über die Neuregelung der Suizidbeihilfe beraten. Hintergrund war die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom Februar 2020 zum Verbot der geschäftsmäßigen Förderung der Selbsttötung. 38 Abgeordnete aller Parteien diskutierten in der 2,5 Stunden dauerten Debatte über Eckpunkte einer anvisierten neuen gesetzlichen Regelung.

Weitere Infos: https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2021/kw16-de–834808

Was ist gutes Sterben? – Hospizverein Region Wolfsburg möchte Menschen ermutigen, sich mit dieser Frage auseinanderzusetzen

Der Hospizverein Region Wolfsburg möchte in diesem Jahr gemeinsam mit dem Landesstützpunkt Hospizarbeit und Palliativversorgung Niedersachsen (LSHPN) einen gesellschaftlichen Diskurs zum Thema Sterben beginnen. Mit einem kreativen Projekt lädt der Hospizverein alle Bürgerinnen und Bürger Niedersachsens ein, sich mit der Frage auseinanderzusetzen: Was ist gutes Sterben?

Weitere Infos: https://hospizarbeit-region-wolfsburg.de/wp-content/uploads/2021/03/Fragebogen-WigS-Wolfsburg.pdf

Broschüre „Qualifizierte Vorbereitung Ehrenamtlicher“, des Deutschen Hospiz- und PalliativVerbandes (DHPV) neu aufgelegt.

Wegen der großen Nachfrage, war die Broschüre bereits vergriffen. Nun liegt der Nachdruck vor, denn die Nachfrage ist weiterhin sehr groß.
Der DHPV bittet weiterhin um Weiterleitung und Verbreitung der Broschüre und empfiehlt einen Hinweis und Austausch bei z.B. den Treffen der Koordinator*innen auf Landesebene.
Die Autor*innen der Broschüre sind auch gern bereit, in solch einem Rahmen als Referenten zur Verfügung zu stehen.
In der Broschüre sind im Autor*innen-Verzeichnis die Mailadressen aufgeführt, so dass Sie sich direkt an die oder den jeweiligen Ansprechpartner*in wenden können.

Die Broschüre steht als Download  auf der Homepage des DHPV zur Verfügung  und die gedruckte Ausgabe ist wie gewohnt über bestellbar. (Bitte beachten Sie: bei mehreren Exemplaren fällt eine Schutzgebühr an.)

Der HPVN beteiligt sich gern an der Gestaltung des Themenjahres “Was ist gutes Sterben?”

Möchten Sie wissen was Matthias Brodowy sich an seinem Lebensende wünscht? Wenn ja, schauen Sie rein in die Videobotschaft https://www.hospiz-palliativ-nds.de/was-ist-gutes-sterben/

Schon die Anfrage bei Musikern, Sportlern, Künstlern, Politikern, Geschäftsleuten…- ob jung, ob alt – nach persönlichen Videobotschaften hat gezeigt, dass das Thema „Tod und Sterben“ oft „angstbesetzt” ist. Viele Menschen scheuen sich darüber zu reden, vielleicht sich auch nur Gedanken darüber zu machen. Andere haben die Idee gern aufgenommen und mit ihren persönlichen Statements uns alle zum Nachdenken inspiriert. Da ist zum Beispiel auch die Videobotschaft des jungen freischaffenden Künstlers aus dem Kunstkollektiv „Die Vandals“, Julian Fricke. Spontan hat er zugesagt sich mit einer Videobotschaft zu beteiligen und in dem Video gibt er zu, wie lange er über die Frage nachgedacht hat und wie schwierig es ist eine Antwort zu finden, was er sich am Lebensende wirklich wünscht.
Gerade in Zeiten einer Pandemie kann der Tod vielleicht näher an uns oder einem unserer Angehörigen sein als wir vermuten. Wir stecken gerade in der dritten Pandemiewelle und hören täglich in den Medien wie einzelne Intensivstationen an ihre Kapazitätsgrenze stoßen. Vielleicht wäre es gut, sich schon einmal Gedanken zu machen. Vielleicht wäre es gut, seine eigene kleine Videobotschaft zu verfassen: Was wäre denn gut, wenn ich sterben müsste? Was wünschte ich mir für Unterstützung, wenn eine:r aus meiner Familie oder eine:r meiner Freunde an ihr/sein Lebensende angelangt sei?
Doch nicht nur die/der Einzelne braucht Antworten auf diese Fragen – vielmehr ist die Gesellschaft insgesamt gefordert, sich hierzu Gedanken zu machen und die Weichen so zu stellen, dass die Strukturen, Hilfs- und Begleitungsangebote dem mehrheitlichen gesellschaftlichen Willen nach Fürsorge und Versorgung am Lebensende entsprechen. Vieles ist in den vergangenen Jahren erreicht worden. Doch vielerorts sind Wünsche nach neuen Hospizen oder besseren Bedingungen in Alten- und Pflegeheimen hörbar. Hier stellt sich auch die Frage, was bessere Versorgungsstrukturen uns als Gesellschaft wert wären. Ein afrikanisches Sprichwort sagt: „Es ist besser, mit drei kleinen Sprüngen das Ziel zu erreichen, als sich bei einem großen die Beine zu brechen.“ Wir freuen uns auf dieses Themenjahr, den Austausch und die Diskussion verschiedener Möglichkeiten mit kleinen gemeinsamen Sprüngen in Richtung unseres gemeinsamen Zieles.

Kathrin Röbbeln, Mitglied im Vorstand des Hospiz- und Palliativverbandes Niedersachsen e.V.

Save the date: ONLINE-Fachtag – Öffentlichkeitsarbeit zum Jahresthema „Was ist gutes Sterben?“ für Multiplikator*innen der Hospiz- und Palliativarbeit Niedersachsens

Ursprünglich war dieser Fachtag an der Hochschule Hannover in Präsenz geplant. Aufgrund der anhaltenden unsicheren Pandemie-Entwicklungen, plant der Landesstützpunkt nun diesen Tag im Online-Format.
Der Fachtag findet am 15.10.2021 in der Zeit von 10 bis 16 Uhr online statt. Der Landesstützpunkt möchte mit dieser Einladung alle Menschen der Hospiz- und Palliativarbeit Niedersachsens einladen, die in der Öffentlichkeitsarbeit tätig sind oder sein wollen. Über verschiedene Workshops sollen Ideen vermittelt und Inspiration gefördert werden, wie man vor Ort gezielt mit der Bevölkerung in den Dialog und Diskurs zu der Frage „Was ist gutes Sterben?“ kommen kann. Dabei wird es sowohl um den Austausch untereinander und das Vorstellen von Best Practice Beispielen gehen als auch um das Darstellen von Möglichkeiten der Pressearbeit, das Erreichen von besonderen Zielgruppen und den Einsatz von vielleicht auf den ersten Blick ungewöhnlichen Formaten.

Die Einladung mit Anmeldemöglichkeit zu dieser Veranstaltung folgt zu gegebener Zeit.

Onlinebefragung zu Situation und Perspektiven des Ehrenamtes in Niedersachsen

Die Enquetekommission „Rahmenbedingungen für das ehrenamtliche Engagement verbessern“ des Niedersächsischen Landtages startet eine Online Befragung. Vom 16. April bis 28. Mai 2021 haben Interessierte die Möglichkeit, ihre Erfahrungen mit dem ehrenamtlichen Engagement und ihre Ideen zur Verbesserung der Rahmenbedingungen der ehrenamtlichen Arbeit in Niedersachen einzubringen.
Auch Bürgerinnen und Bürger, die bislang noch kein Ehrenamt ausüben, sind aufgerufen, sich zu beteiligen, um einen möglichst umfassenden Überblick erhalten, der dann in die weitere Arbeit der Enquetekommission einfließen kann.“

Nähere Informationen finden Sie hier:  https://www.landtag-niedersachsen.de/services-und-informationen/presse/detail/pressemitteilung-136-2021/

Gesundheitliche Versorgungsplanung in Niedersachsen – LSHPN aktualisiert Diskussionspapier zu strukturellen Herausforderungen

Der Landesstützpunkt Hospizarbeit und Palliativversorgung Niedersachsen veröffentlicht am 12.4.2021 ein Diskussionspapier zur Einführung und Umsetzung der Gesundheitlichen Versorgungsplanung (GVP) nach §132g SGB V in Niedersachsen. Als Landeskoordinierungsstelle hat der LSHPN über Arbeitsgruppen, Fachveranstaltungen und zahlreiche individuelle Beratungsgespräche viele Rückmeldungen zu aktuellen Herausforderungen bei der Umsetzung von GVP in Niedersachsen erhalten. Diese betreffen z.B. die Qualität der Ausbildungen, die regionale Koordination und Vernetzung oder die Einschränkungen durch COVID-19. Mit diesem Diskussionspapier werden Schwierigkeiten aus der Versorgungspraxis benannt und Anregungen zur Verbesserung gegeben, um einen Beitrag zur Weiterentwicklung von GVP zu leisten.

Das Diskussionspapier finden Sie unter: https://www.hospiz-palliativ-nds.de/wp-content/uploads/2021/04/2021_04_12-LSHPN-Diskussionspapier-GVP-in-NDS.pdf

Ich begleite (sterbende) Menschen – DHPV veröffentlicht Video zum jungen Ehrenamt

Junge Menschen begleiten ehrenamtlich Schwerstkranke und Sterbende. Das könntest du nicht? Schau dir hier an, warum das Ehrenamt in der Hospizarbeit so besonders ist. Das Buch zum Film haben wir zusammen mit jungen Menschen geschrieben, die sich bereits in der Hospizbegleitung engagieren.

Till trifft einmal in der Woche Johanna, die unheilbar krank ist. Für beide sind das gute und besondere Stunden, in denen sie gemeinsam etwas unternehmen, über Alltägliches und Existentielles sprechen und ja – Spaß haben!

Alle, die sich ehrenamtlich in der Hospizbegleitung engagieren, schöpfen aus diesem Ehrenamt Energie und das Wissen um die existentiellen Dinge im Leben. Informiere dich über dieses wichtige, erfüllende und spannende Ehrenamt, denn:

Du kannst das auch!

Weitere Infos unter www.ich-begleite.de

Niedersächsische Vernetzungstreffen zum Themenjahr „Was ist gutes Sterben?“

Im Rahmen des Themenjahres „Was ist gutes Sterben?“ führte der Landesstützpunkt im März dieses Jahres drei niedersächsische Vernetzungstreffen für das Ehren- und Hauptamt der hospizlichen Arbeit durch. Gemeinsam wurde darüber diskutiert, wie intensiv derzeit sowohl innerhalb der Hospizdienste als auch in der Öffentlichkeit zu dieser zentralen Frage nach dem guten Sterben reflektiert und gesprochen wird.

Des Weiteren wurde das Thema der professionellen Öffentlichkeitsarbeit in ambulanten Hospizdiensten besprochen. Welche Aktivitäten wurden in der Vergangenheit dazu betrieben, was passiert derzeit vor dem Hintergrund der anhaltenden Pandemie, um die Hospizthemen nach außen zu bringen und was könnte gerade in Bezug auf das Thema „Was ist gutes Sterben?“ in Zukunft dazu getan werden.

Weitere Infos: Bericht Vernetzungstreffen “Was ist gutes Sterben?”

DGP stellt Eckpunkte zur Neuregelung der Suizidassistenz vor

Die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) hat in einem Eckpunktepapier eigene Vorschläge zur Neuregulierung der Suizidassistenz und Stärkung der Suizidprävention vorgestellt. Darin fordert die Fachgesellschaft, die Beratung, Begutachtung und Durchführung bei einem assistierten Suizid strikt voneinander zu trennen. Die Palliativmedizin wird dabei als Teil der Suizidprävention verstanden. Ziel ist es, dass Suizidprävention Normalität werden müsse, während Suizidassistenz eine Ausnahme bleiben müsse.

Weitere Infos: https://www.dgpalliativmedizin.de/dgp-aktuell/deutsche-gesellschaft-fuer-palliativmedizin-legt-eckpunktepapier-vor-suizidpraevention-muss-normalitaet-werden-suizidassistenz-absolute-ausnahme-bleiben.html

Auf alten und auf neuen Wegen! Die Messe LEBEN UND TOD präsentiert sich im neuen Gewand.

Im letzten Jahr mussten die LEBEN UND TOD in Bremen und die Premiere in Freiburg coronabedingt abgesagt und kurzfristig ins Internet verlegt werden. Auch für dieses Jahr musste umgedacht werden. So ist mit großer Motivation ein völlig neues Konzept erarbeitet worden – ganz nach dem Motto „Auf alten und auf neuen Wegen!“
Eine ganze Woche gibt es die Gelegenheit sich auszutauschen, zu vernetzen und spannende Redner*innen zu hören und zu erleben.
Neu sind die „Themenwelten“ – Die Teilnehmer*innen sind eingeladen, sich umzuschauen, alte Verbindungen zu beleben und neue Kontakte zu entdecken. Das Programm in der Gänze finden Sie hier: https://www.leben-und-tod.de/bremen/fortbilden/

Die Themenwoche LEBEN UND TOD vom 1.–8. Mai 2021 online auf www.leben-und-tod.de

Programm

Der innere Raum – Wie wir erfüllt leben und gut sterben können

Menschen brauchen andere Menschen, um erfüllt leben und gut sterben zu können. Und wir brauchen eine besondere innere Haltung, die es ermöglicht, vielstimmige Gedanken, Emotionen und Stimmen in uns wahrnehmen zu können. Carlo Leget nennt sie: den »inneren Raum«. Basierend auf den Erkenntnissen der modernen Palliativversorgung und inspiriert von der mittelalterlichen Ars moriendi, die Kunst des Sterbens, bietet der »innere Raum« eine Orientierung für die Auseinandersetzung mit Leben, Sterben und Tod in unserer hochtechnisierten und komplexen Kultur. Wer bin ich und was will ich wirklich? Wie gehe ich mit Leiden um? Wie verabschiede ich mich? Wie schaue ich auf mein Leben zurück? Worauf kann ich hoffen? Anhand dieser fünf existenziellen Fragen nimmt Carlo Leget seine Leser*innen mit auf eine spannende Gedankenreise, deren Ziel nicht nur ein guter Tod, sondern auch ein erfülltes Leben ist. Anregend für alle, die sich persönlich mit den Fragen des Lebensendes auseinandersetzen, und hilfreich für jene, die Sterbende begleiten.

Der innere Raum | Lesejury
Der innere Raum – Produkt (buchkatalog.de)

 

 

1. Niedersächsisches Vernetzungstreffen „Perspektiven Sozialer Arbeit in Palliative Care“

Am 22. Januar 2021 fand an der Fakultät V der Hochschule Hannover in Form eines Online-Fachtags das 1. Niedersächsische Vernetzungstreffen „Perspektiven Sozialer Arbeit in Palliative Care“ mit 40 Praktiker*innen, 21 Studierenden und 3 Lehrenden statt.

Nähere Informationen finden Sie unter: https://f5.hs-hannover.de/aktuelles/news/1-niedersaechsisches-vernetzungstreffen-perspektiven-sozialer-arbeit-in-palliative-care/

G-BA verlängert Corona-Sonderregelungen für ärztliche Leistungen

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat die geltenden Corona-Regelungen für ärztlich verordnete Leistungen bis zum 31.März 2021 verlängert. Die Regelungen beinhalten neben der Möglichkeit der Videobehandlung und telefonischer Anamnese erleichterte Vorgaben und verlängerte Fristen für Verordnungen. Konkret betrifft das beispielsweise die Frist zur Verordnung der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung bei der Krankenkasse, die weiterhin auf 10 Tage verlängert bleibt.