„Umgang mit Sterbewünschen in Pflegeeinrichtungen“ – Fachtag mit 233 Teilnehmenden diskutierte über Versorgung am Lebensende

Am Dienstag, den 06.07.2022 fand ein Fachtag mit 233 Teilnehmenden zum Thema „Umgang mit Sterbewünschen in Pflegeeinrichtungen“ im Hanns-Lilje Haus in Hannover statt. Ausrichter der Hybridveranstaltung waren das Zentrum für Gesundheitsethik (ZfG) in Kooperation mit dem Landesstützpunkt für Hospizarbeit und Palliativversorgung (LSHPN), der Diakonie Niedersachsen und dem Fachreferat ambulante Palliativversorgung der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP), Landesvertretung Niedersachsen/Bremen.

Die Veranstaltung begann mit der Begrüßung durch Frau Dr. Dorothee Arnold-Krüger (ZfG) und Herrn Dr. Sven Schwabe (LSHPN).

Dann folgten bis zur Mittagspause folgende Vorträge:

  • Umgang mit Sterbewünschen, Referent: Herr Prof. Raymund Volz; Moderation: Frau Friederike Busse
  • Formen der Lebensbeendigung aus medizinischer Sicht, Referent: Herr Dr. Christof Ronge; Moderation: Frau Cora Schulze
  • Rechtliche Aspekte bei der Lebensbeendigung, Referentin: Frau Prof. Beck; Moderation: Frau Dr. Dorothee Arnold-Krüger

Nach der Mittagspause hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit sowohl in Präsenz als auch online an unterschiedlichen Workshops teilzunehmen.

Die angebotenen Workshop-Themen waren:

  • Haltungsfindung in Grenzsituationen – von subjektiven Erfahrungen über dialogische Reflektion zu einer gemeinsamen Haltung; Referentin: Frau Isabel Kleibrink/Deutscher Hospiz- und PalliativVerband
  • Pflegefachpersonen: Die eigene ethische Position vertreten; Referentin: Frau Prof. Henrikje Stanze/Hochschule Bremen
  • Was steckt hinter den Sterbewünschen?; Referentin: Frau Friederike Busse/Diakonie Niedersachsen
  • Was bedeuten Sterbeformen für die Begleitung in der Einrichtung?; Referent: Herr Dirk Müller

Zum Abschluss der Veranstaltung stellte Herr Dr. Sven Schwabe über ein online Tool eine interaktive Fallgeschichte vor, in der die Teilnehmenden ihre eigene Haltung zum Umgang mit Sterbewünschen reflektieren konnten.

 

Wegweiser Hospiz- und Palliativversorgung in Deutschland nun auch in ukrainischer Sprache

Der Wegweiser Hospiz- und Palliativversorgung in Deutschland steht nun auch in ukrainischer Sprache zur Verfügung. In Ergänzung zum Informationsfilm „Hilfe für geflüchtete Menschen aus der Ukraine – Unterstützungsangebote bei der Versorgung schwerstkranker und sterbender Menschen“ können sich nun betroffene Menschen und ihre An- und Zugehörigen in ukrainischer Sprache über die verschiedenen hospizlichen und palliativen Angebote in Deutschland informieren.

Zum Wegweiser in ukrainischer Sprache: https://www.wegweiser-hospiz-palliativmedizin.de/uk
Zum Informationsfilm: https://www.youtube.com/watch?v=1kMNk7AbFN4

AGATE – Bundesweite AG für Gesundheitliche Versorgungsplanung in der Eingliederungshilfe schaltet Homepage frei

Bereits vor einigen Jahren haben die Gesprächsbegleiter*innen für die Gesundheitliche Versorgungsplanung in der Eingliederungshilfe angefangen, sich bundesweit zu vernetzen. Nun haben sie mit der „Arbeitsgemeinschaft Gesundheitliche Versorgungsplanung nach §132g SGB V für Autonomie und Teilhabe bis zum Ende des Lebens in der Eingliederungshilfe“ eine eigene Organisation gegründet. Ziel ist es, den Austausch zwischen den Gesprächsbegleiter*innen zu fördern, Informationen zu vermitteln und Ansprechpartner für GVP in der Eingliederungshilfe zu sein.

Weitere Infos: https://www.gvp-agate.de/

Stern-Podcast “Die Suche nach dem guten Tod”

Der neue stern-Podcast “Die Suche nach dem guten Tod” befasst sich mit dem Thema Sterben. Hören Sie hier https://audionow.de/podcast/ebac1d30-1d42-4802-abeb-0e67223f8920alle bisherigen Folgen:

Die sieben Teile der Audiodokumentation erscheinen von nun an immer donnerstags. Die Schriftstellerin Claudia Schreiber ist an Demenz erkrankt. Immer öfter hadert sie mit ihrem Leben. Ihr Sohn Lukas, der Host dieses Podcasts, macht sich für seine Mutter auf die Suche. Welche Rolle spielt der Tod in unserem Leben? Wie wollen und dürfen wir sterben? Antworten auf diese Fragen findet Lukas in Gesprächen mit Menschen, die dem Tod sehr nahe sind. Sie erzählen, wie sich das Ende des Lebens wirklich anfühlt. Für sie selbst aber auch für die, die sie lieben.” Die Suche nach dem guten Tod” ist eine Produktion von One Pod Wonder und stern, erzählt von Lukas Sam Schreiber. Zusatzinfo: Im Februar 2020 hat das Bundesverfassungsgericht entschieden, dass das Gesetz zum Verbot der geschäftsmäßigen Sterbehilfe nicht mehr gültig ist. Wer Hilfe beim Selbstmord will, kann sie nun bekommen. Die unsichere Gesetzeslage hat einige unglaubliche Geschichten hervorgebracht und bietet Gelegenheit darüber zu sprechen, was es wirklich bedeutet, sterblich zu sein. Eine Wahrheit, vor der wir meist so lange weglaufen, bis es zu spät ist.

Freischaltung der Fördermitteldatenbank im FreiwilligenServer Niedersachsen

Das Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung hat im „FreiwilligenServer Niedersachsen“, einem Portal für das Bürgerschaftliche Engagement, eine Fördermitteldatenbank für entsprechende Recherchen eingerichtet.

Damit sollen engagierte Menschen in Niedersachsen bei der Suche nach möglichen Finanzquellen für die Umsetzung von Projekten und Aktivitäten immer Unterstützung finden.

Zur Pressemitteilung
https://www.ms.niedersachsen.de/startseite/service_kontakt/presseinformationen/freischaltung-der-fordermitteldatenbank-im-freiwilligenserver-niedersachsen-213699.html

Direkt zur Fördermitteldatenbank
https://www.freiwilligenserver.de/ansprechpersonen-einrichtungen/foerdermitteldatenbank

Filmtipp: „Wer wir gewesen sein werden“ – Eine Geschichte über Identität nach dem Verlust eines geliebten Menschen.

Für den Filmemacher Erec Brehmer bricht eine Welt zusammen, als seine langjährige Lebensgefährtin Angelina Zeidler bei einem gemeinsamen Verkehrsunfall stirbt. Mithilfe von Amateuraufnahmen, Sprachnachrichten, Tagebucheinträgen und gemeinsam gehörter Musik begibt er sich auf die Suche nach Orten und Situationen, in denen er seiner verstorbenen Freundin wiederbegegnen kann. So entsteht nicht nur ein kraftvolles, authentisches Dokument einer Trauerbewältigung, sondern auch eine sinnliche Aufforderung an das Leben.
Erec Brehmer geht mit seinem Film auf Kinotour, um in Austausch mit anderen Betroffenen zu kommen, über den Film, die Liebsten und das Leben generell zu sprechen.
In Hannover wird der Film im Kino am Raschplatz am 23.07. um 11 Uhr gezeigt, anschließend gibt es ein Filmgespräch.
Den Trailer und weitere Stationen der Kinotour findet sind unter https://www.wer-wir-gewesen-sein-werden.de/ abrufbar.

Symposium: „Zu jung für’s Thema Sterben?!“

Wie kann es gelingen mehr junge Menschen für ein Ehrenamt in der Hospizarbeit zu gewinnen?

Mit dieser Frage haben sich am 01. Und 02. Juli in Berlin die Teilnehmenden eines Symposiums beschäftigt, das vom DHPV und Malteser Hilfsdienst, Fachstelle Hospizarbeit, Palliativversorgung & Trauerbegleitung organisiert und durchgeführt wurde.

Auch eine kleine Delegation aus Niedersachsen war in Berlin, hat gespannt den Vorträgen gelauscht und an Workshops teilgenommen, die vor allem geprägt waren vom Input junger, bereits ehrenamtlich in der Hospizarbeit engagierter, Menschen.

Das Fazit des Symposiums wurde im Abschlussplenum, an dem auch Verena Gerdes, stellvertretende Vorsitzende des HPVN, teilgenommen hat, auf den Punkt gebracht:
Hospizarbeit braucht ein starkes, buntes und vielfältiges Ehrenamt.

Dafür lohnt es sich neue Wege zu gehen, zwischendurch aber auch immer mal wieder einen Schlenker über die bekannten und vor allem bewährten Pfade zu machen.

Gesundheitliche Versorgungsplanung in Norddeutschland – Veranstaltungsbericht veröffentlicht

In der aktuellen Zeitschrift für Palliativmedizin ist der Veranstaltungsbericht unserer Vernetzungsveranstaltung: Gesundheitliche Versorgungsplanung in Norddeutschland veröffentlicht worden. Die Tagung wurde gemeinsam vom Zentrum für Gesundheitsethik, dem Hospiz- und PalliativVerband Niedersachsen und dem Landesstützpunkt Hospizarbeit und Palliativversorgung Niedersachsen am 4. Mai 2022 organisiert und war mit 100 Teilnehmenden ein voller Erfolg. Der Veranstaltungsbericht kann auch online fast in kompletter Länge (rechts auf die Lupe klicken) eingesehen werden unter:

https://www.thieme-connect.com/products/ejournals/abstract/10.1055/a-1859-6345

 

Dem Tod ins Gesicht gesehen! Inklusiver Fachtag über das Sterben bei Hildesheim

Wie fühlt sich Trauer an? Wie klingt Abschied? Wie liegt es sich in einem Sarg? Am 5. Juli 2022 haben sich über 100 Bewohner*innen und Mitarbeitende aus der Eingliederungshilfe, aus Hospizvereinen und Gesundheitsberufen in der Heimstatt Röderhof (bei Hildesheim) über das Sterben ausgetauscht. Der maßgeblich von den Betroffenen gestaltete Tag eröffnete zahlreiche Möglichkeiten, sich mit allen Sinnen auf die letzte Lebensphase einzulassen. Der Landesstützpunkt Hospizarbeit und Palliativversorgung Niedersachsen (LSHPN) hat die Veranstaltung gemeinsam mit der Niedersächsischen Arbeitsgruppe Hospizarbeit und Palliativversorgung für Menschen mit Beeinträchtigung und der Heimstatt Röderhof organisiert.

Nach den Grußworten von Winfried Büscher (Leitung Heimstatt Röderhof), Sandra Stein (Referentin der Landesbehindertenbeauftragten) und Sven Schwabe (Landesstützpunkt Hospizarbeit und Palliativversorgung Niedersachsen, Niedersächsische Arbeitsgruppe „Hospizarbeit und Palliativversorgung für Menschen mit Beeinträchtigungen“) eröffnete die Moderatorin des Tages, Marion Frohn (Behindertengemeinschaft Bonn) die Veranstaltung mit einer musikalischen Mitmach-Trauer-Darbietung. Zu den Klängen der von Depeche Mode interpretierten Mondscheinsonate bewegten die Teilnehmende farbige Bänder, Tränen und Blumen im Raum, die die mannigfaltigen Gefühle eines Verlustes symbolisieren. Vom Herzschmerz über die Wut bis zur Hoffnung wurden Stimmungen im Trauerprozess ganz unmittelbar erlebbar.

In der anschließenden Workshopphase konnten die Teilnehmenden zwei von insgesamt 5 Themen wählen.

Wer einmal ausprobieren wollte wie es ist, sich in einen Sarg zu legen, war im Workshop von Jan Möllers und Ulli gut aufgehoben. Bei entspannter Musik konnte man sich in achtsamer Atmosphäre in einen Holzsarg in der Mitte des Raumes begeben und sogar den Deckel schließen lassen.

Am Ende des Lebens möchten viele Menschen noch einmal ihren Lieblingsgeschmack erleben, ihre Lieblingsmusik hören oder ihren Lieblingsduft riechen. Im Workshop von Michaela Aselmeyer, Johanna Schmidtkunz und Ulrike Buerschaper-Langer haben die Teilnehmenden bei Ahoi-Brause das Gesicht verzogen, ein ambivalentes Verhältnis zu Rosenduft entwickelt und bei Tönen aus der Klangschale die Gedanken kreisen lassen.

Manchmal ist es schwer, mit Mitarbeiter*innen der Eingliederungshilfe oder den eigenen Angehörigen über das Sterben zu sprechen, weil sie die Bewohner*innen schonen und nicht überfordern möchten. Wie man trotzdem miteinander ins Gespräch kommen kann war das Thema des Workshops von Melanie Ludwig. Der Tod wurde als ungebetener Gast bezeichnet, auf den man sich am besten vorbereitet, wenn man über ihn sprechen kann.

Bei Kaffee, Keksen und Kuchen redet es sich leichter – über fast alles. Diese Erfahrung konnten auch die Teilnehmenden im Death-Café von Andrea Zimmermann machen. An verschiedenen Themen-Tischen kamen eigene Vorstellungen, Wünsche und Erfahrung mit dem Tod auf den Tisch und wurden in lauschiger Atmosphäre ausgetauscht – und das schmeckt manchmal gar nicht so bitter.

Unter die Erde? In der Luft? In die See? Oder als Dünger für einen Baum? Im Workshop von Claudia Liebau sprachen die Teilnehmenden darüber, was nach dem Tod mit den eigenen Überresten geschieht – und was lieber nicht. Mit Lego und Playmobil konnte die eigene Beerdigung vorgespielt werden, es wurde die Gradzahl im Krematorium erfragt und darüber diskutiert, wie es sich für die Überlebenden wohl anfühlt, wenn ihnen aus dem Flugzeug die Asche von Verstorbenen entgegenfällt.

Am Ende des Tages kam der Tod in Gestalt einer Puppe höchstpersönlich zu Besuch. Mit der Stimme des Puppenspielers Olaf Möller beschwerte sich Gevatter Tod zunächst darüber, dass man zwar heute viel Negatives über ihn gesagt habe, aber gar nicht mit ihm gesprochen worden sei. Er präsentierte sich dagegen als ein sensibler und weicher Geselle, der mit seinem Besuch oft so lange warte, bis der Enkel noch von Opa Abschied genommen hat. Manchmal wundere er sich auch über die Menschen, die sich ihr ganzes Leben vor ihm fürchten. Er klopfe ja nur an einem Tag im Leben an ihrer Tür, all die anderen Tage nicht.

Der Tag hat gezeigt: Gemeinsam über das Sterben zu sprechen kann traurig sein, es kann wehtun, es kann wütend machen, es kann lustig sein, es kann bitter schmecken, aber auch süß, es kann nachdenklich machen und spielerisch sein. Gemeinsam über das Sterben zu sprechen kann aber vor allem wertvoll sein: für alle, die Fragen haben; für alle, die Ängste haben; für alle, die neugierig sind; für Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen, für jüngere und ältere Menschen, für alle.

Wir bedanken uns bei allen Unterstützer*innen und Teilnehmenden für diesen intensiven und wertvollen Tag!

 

Über das Sterben sprechen – Niedersächsischer Fachtag für Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen in der Heimstatt Röderhof (Diekholzen) mit über 100 Teilnehmenden

Ein inklusiver und barrierefreier Fachtag findet am Dienstag, den 5. Juli, findet in der Heimstatt Röderhof in Diekolzen (bei Hildesheim) statt. Mehr als 100 Bewohner*innen und Mitarbeitende aus der Eingliederungshilfe, aus Hospizvereinen und Gesundheitsberufen werden sich darüber austauschen, wie man gut über das Sterben sprechen kann. Der Tag wird maßgeblich von den Betroffenen selbst gestaltet und ist damit bundesweit einmalig. Der Landesstützpunkt Hospizarbeit und Palliativversorgung Niedersachsen (LSHPN) hat die Veranstaltung gemeinsam mit der Niedersächsischen Arbeitsgruppe Hospizarbeit und Palliativversorgung für Menschen mit Beeinträchtigung und der Heimstatt Röderhof organisiert.

2022_06_30 Über das Sterben sprechen

Thementage zu Sterben, Tod, Trauer – 22.06 bis 25.06.2022

In der letzten Woche haben die Thementage, angestoßen durch Mitarbeitende des Hospiz Luise, mit der Kunstaustellung „hoffnungsvoll & seelenschwer“ an der Hochschule Hannover stattgefunden. Es wurde lange über das Wort „seelenschwer“ diskutiert, welches so zusammen geschrieben nicht existiert , aber jeder der in der Hospizarbeit und Palliativversorgung tätig ist, weiß was damit gemeint ist.

Die Ausstellung wurde durch Impulsvorträge, Elfchen schreiben und am letzten Tag mit dem Table Quiz beendet. Alle Beteiligten hatten eine Menge Spaß und es gab viele interessante Gespräche rund um das Thema -Tod und Sterben. Für viele Studierende war es ganz neuer Einblick in die Hospizarbeit und es haben sich schon Studierende nach einer Hospitation im Hospiz Luise informiert.

DHPV gewinnt weiteren Kommunikationspreis

Nach dem European Excellence Award hat der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband e. V. (DHPV) mit seinem Film zum jungen hospizlichen Ehrenamt “Ich begleite (sterbende) Menschen jetzt auch den Deutschen Preis für Online-Kommunikation (DPOK) in der Kategorie „Purpose Driven Communikations“ gewonnen. Isabel Kleibrink, Projektverantwortliche beim DHPV, konnte die Jury gemeinsam mit dem Regisseur Ferdinand Stöckel in einem Pitch am 24.06.2022 von Idee und Umsetzung überzeugen und sich gegen vier namhafte Mitbewerberprojekte durchsetzen.

Weitere Informationen: https://www.dhpv.de/news/dhpv-gewinnt-weiteren-kommunikationspreis.html

Zuerst die Suizidprävention! DHPV und DGS legen Vorschlag für Gesetz vor

Der Bundestag hat am 24.06.2022 in erster Lesung über die Reform der Suizidbeihilfe beraten. Der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband (DHPV) und die Deutsche Gesellschaft für Suizidprävention (DGS) fordern vor diesem Hintergrund dringend eine eigenständige gesetzliche Verankerung der Suizidprävention und haben einen entsprechenden Vorschlag erarbeitet. Wichtig ist außerdem der weitere Ausbau der Hospiz- und Palliativangebote, auch hier hat der DHPV entsprechende Forderungen und Vorschläge vorgelegt.

Weitere Informationen:
Dem Leben wieder eine Chance geben / Forderungen der DGS und des DHPV für eine gesetzliche Verankerung der Suizidprävention / zum Papier: https://www.dhpv.de/files/public/Presse/2_DGS_DHPV_Eckpunkte_Suizidpra%CC%88vention.pdf

Bundestag berät über Reform der Suizidassistenz – Fachverbände fordern Suizidpräventionsgesetz

Am Freitag, den 24.06. diskutiert der Deutsche Bundestag über ein neues Gesetz zur Sterbehilfe. In einer ersten Lesung beraten die Abgeordneten über verschiedene Gesetzesentwürfe fraktionsübergreifender Gruppen. Anschließend werden die Entwürfe im Rechts- oder Gesundheitsausschuss vertiefend behandelt. Bereits im April hatten sich die Mitglieder des Bundestages in einer Orientierungsdebatte über eine Neuregelung der Suizidassistenz ausgetauscht. Bereits am 21.06. hatten über 40 Institutionen und Fachgesellschaften ein Suizidpräventionsgesetz sowie eine bundesweite Informations- und Beratungsstelle zur Suizidprävention gefordert.

Die Debatte wird live übertragen, weitere Informationen: https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2022/kw25-de-suizidhilfe-897826

Die Pressemitteilung der Fachgesellschaften zum Suizidpräventionsgesetz finden Sie hier:
https://www.dgpalliativmedizin.de/dgp-aktuell/initiative-von-dgp-naspro-dhpv-und-dgs-mehr-als-40-institutionen-und-fachgesellschaften-fordern-suizidpraeventionsgesetz.html

Fortbildung „Vom hilfreichen Umgang mit Schmerz, Verlust und Trauer“

Am 08. und 09. Juni haben neun engagierte Teilnehmerinnen aus Hospizdiensten, Trauerbegleitung und der Kinder- und Jugendhospizarbeit vom Referenten Achim Blackstein einen Einblick in die Methode „Akeptanz Commitment Therapie“ erhalten. In dieser Therapieform geht es darum, vom Leiden zu einem reichen, selbstbestimmten und sinnerfüllten Leben zu kommen. Mit der eigenen Geschichte und mit allen positiven wie auch allen negativen Erinnerungen und Erfahrungen.
Durch das schöne, ländliche Ambiente des Evangelischen Tagungszentrums in Hermannsburg, einem guten Miteinander in der Gruppe und einem anregenden Referenten waren es für alle Teilnehmenden zwei inspirierende, gute Tage in der Lüneburger Heide.

Hilfe durch den Pflegewächter

Ein hannoversches Start-up hilft online im Falle von Pflegebedürftigkeit durch Unterstützung bei der Berechnung von Pflegegraden, der Vorbereitung von Begutachtungsterminen, bei der Antragstellung und der Formulierung von Widersprüchen. Die Leistungen sind kostenfrei, da die Pflegekassen die Beratungsleistung erstatten. Das junge Sozialunternehmen ist aus öffentlichen Mittel gefördert und bereits mehrfach ausgezeichnet worden
Zum Pflegewächter:  https://pflegewaechter.de/

ACHTUNG ORTSWECHSEL!!! – Thementage zu Sterben, Tod, Trauer vom 22.-25.06.

ACHTUNG ORTSWECHSEL!!!
Der neue Ort ist der Campus Kleefeld der Hochschule Hannover.
Im Rahmen des informativen und unterhaltsamen Programms aus Impulsvorträgen, Speeddatings zu Hospizarbeit, ambulanten Hospizarbeit und Trauer und einem Tablequiz, besteht außerdem die Möglichkeit, die Ausstellung „hoffnungsvoll & seelenschwer“ vom Bundesverband für Trauerbegleitung anzuschauen.
Detaillierte Infos zum Programm und zur Anreise unter:  https://25jahrehospizluise.blog/event/thementage-zu-sterben-tod-trauer-vom-22-06-bis-25-06-2022/

Online Umfrage zu Bedürfnissen von Kindern und Jugendlichen mit lebensverkürzenden/ lebensbedrohlichen Erkrankungen

Das Forschungsprojekt FamPalliNeeds erforscht die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen mit lebensverkürzenden/ lebensbedrohlichen Erkrankungen und ihren Familien. Die FamPalliNeeds-Online-Umfrage, die noch bis zum 7. Juni läuft, richtet sich an Eltern, deren Kind eine lebensverkürzende/ lebensbedrohliche Erkrankung hat oder an einer solchen verstorben ist. Die Umfrage steht in mehreren Sprachen zur Verfügung: Deutsch, Englisch, Türkisch, Arabisch, Russisch und Französisch.

Zur Studie der Humboldt-Uni und des Deutschen Kinderhospizvereins:

https://umfrage.hu-berlin.de/index.php/487136?lang=de

 

Diakonie Deutschland veröffentlicht Orientierungshilfe zum Assistierten Suizid

Die Diakonie Deutschland hat am 18. Mai eine Orientierungshilfe zum Umgang mit Sterbewünschen, suizidalen Gedanken und Wünschen nach Suizidassistenz veröffentlicht. Die Orientierungshilfe soll Begleitende, Beratende, Versorgende, Leitende in Diensten und Einrichtungen der Diakonie bei der Reflexion der eigenen Haltung unterstützen und dadurch zu einer größeren Handlungssicherheit im Umgang mit Sterbewünschen, suizidalen Gedanken und Wünschen nach Suizidassistenz führen. Der Landesstützpunkt Hospizarbeit und Palliativversorgung Niedersachsen war in den vorbereitenden Kamingesprächen zur Erstellung der Orientierungshilfe beteiligt.

Link zur Orientierungshilfe: https://www.diakonie.de/diakonie-texte/022022-orientierungshilfe-zum-umgang-mit-sterbewuenschen-und-dem-assistierten-suizid