Das Team der Bürogemeinschaft des Landesstützpunktes Hospizarbeit und Palliativversorgung Niedersachsen e. V. (LSHPN) und des Hospiz- und PalliativVerbandes Niedersachsen e. V. (HPVN) unternahm in der vergangenen Woche eine Fortbildungsreise nach Kassel. Ziel war das Museum für Sepulkralkultur, ein in Deutschland einzigartiges kulturgeschichtliches Spezialmuseum, das sich den Themen Sterben, Tod, Bestattung, Trauer und Gedenken widmet.
Die Dauerausstellung bietet einen umfassenden Einblick in die Bestattungs- und Erinnerungskultur vom Mittelalter bis in die Gegenwart. Zu sehen sind unter anderem Särge, Leichenwagen, Trauerkleidung, Grabsteine, Schmuckstücke sowie Alltagsobjekte, die den Umgang mit Vergänglichkeit anschaulich machen. Ein besonderes Highlight bildet die Sammlung der sogenannten Betrachtungssärglein – miniaturisierte Särge im Puppenformat, die als „Memento mori“ an die Endlichkeit des Lebens erinnern.
Seit 2014 ergänzt zudem eine Abteilung mit multikulturellen Bestattungsformen die Ausstellung. Sie stellt unter anderem buddhistische, jüdische, muslimische, hinduistische und mexikanische Traditionen wie den Día de los Muertos vor.
Der Besuch verdeutlichte, dass das Museum für Sepulkralkultur ein außergewöhnlicher Lern- und Begegnungsort ist: Es verbindet historische Einblicke mit künstlerischer Auseinandersetzung und regt zu einem offenen Dialog über den Umgang mit Sterben und Tod an – ein wertvoller Impuls für unsere gemeinsame Arbeit.
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