Die Sektion Ethik der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) und die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) haben gemeinsam zwei praxisorientierte Handlungsempfehlungen zur Behandlung und Begleitung von Erwachsenen am Lebensende auf Intensivstationen veröffentlicht.
Die Empfehlungen beleuchten zentrale Aspekte des Sterbens sowie konkrete Therapiemaßnahmen und betonen die Bedeutung eines reflektierten Umgangs mit den Grenzen medizinischer Möglichkeiten. Sterben soll dabei nicht als Versagen verstanden werden, sondern als Teil professioneller Verantwortung.
Hervorgehoben wird zudem die Notwendigkeit, palliativmedizinische Ansätze stärker in die Intensivmedizin zu integrieren. Wenn kurative Therapieziele nicht mehr erreichbar sind, rückt die Linderung von Symptomen sowie die psychosoziale und spirituelle Begleitung von Patientinnen und Patienten und ihren Angehörigen in den Fokus.
Zur Sicherung der Versorgungsqualität empfehlen die Autorinnen und Autoren die Entwicklung und Implementierung interner Handlungskonzepte in den Einrichtungen.

