Rückblick: Lesung „Lückenleben. Mein Mann, der Alzheimer, die Konventionen und ich.“

Die Landesvertretung Niedersachsen/Bremen der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) setzte auch in diesem Jahr einen deutlichen Schwerpunkt auf die Frage, wie Menschen mit Demenz und ihre Zugehörigen besser in die Palliativversorgung eingebunden werden können. In Kooperation mit dem Landesstützpunkt Hospizarbeit und Palliativversorgung Niedersachsen (LSHPN) sowie dem Hospiz- und PalliativVerband Niedersachsen (HPVN) wurde dazu eine besondere Veranstaltung initiiert: eine Lesung mit der Autorin Katrin Seyfert.

Am vergangenen Donnerstag las Katrin Seyfert aus ihrem Buch „Lückenleben. Mein Mann, der Alzheimer, die Konventionen und ich.“. Bereits nach wenigen Minuten entwickelte sich ein lebendiger, offener Austausch zwischen der Autorin und dem vielfältigen Publikum. Anwesend waren Angehörige, Ehrenamtliche und Fachpersonen – vereint durch ihre Erfahrungen und ihr Engagement für Menschen mit Demenz.

In berührenden Passagen schilderte Seyfert ihren persönlichen Weg durch die gemeinsame Zeit mit ihrem an Alzheimer erkrankten Mann: die Herausforderungen, die emotionalen Widersprüche, aber auch die Momente der Nähe und der Menschlichkeit. Auf die Frage, was ihr in dieser Zeit die größte Kraft gegeben habe, hob sie ohne Zögern ein Element hervor: ihr unterstützendes Netzwerk. Familie und Freundeskreis hätten ihr geholfen, diese intensive Lebensphase zu tragen.

Die Veranstaltung wurde einfühlsam moderiert von Marvin Meinold, der Raum für Perspektiven, Fragen und Resonanz schuf und den Abend in eine vertrauensvolle Atmosphäre einbettete.

Ermöglicht wurde die Lesung durch die Unterstützung des Kulturbüros der Landeshauptstadt Hannover, der Hospiz Stiftung Niedersachsen sowie der Bischöflichen Stiftung „Gemeinsam für das Leben“. Ihnen gilt ein herzlicher Dank für die Förderung und für ihr Engagement für eine Kultur der Solidarität und Fürsorge.

Die Lesung zeigte eindrucksvoll, wie wertvoll persönliche Erfahrungsberichte für die Weiterentwicklung einer demenzsensiblen Palliativversorgung sind – und wie sehr Begegnungen, Austausch und Gemeinschaft dazu beitragen, den Blick für das Wesentliche zu schärfen.

Förderer der Veranstaltung: