Qualitätssicherung

Gütesiegel Stationäres Hospiz®
Stationäre Hospize stehen zunehmend in einem Wettbewerb mit anderen Palliativeinrichtungen. Mit steigender Versorgungsdichte wird es für Außenstehende immer schwieriger zu erkennen, in welcher Einrichtung die ursprüngliche Hospizidee gelebt wird. Das durch den Hospiz- und PalliativVerband Niedersachsen e. V. entwickelte ‚Gütesiegel Stationäres Hospiz®‘ setzt hier ein Zeichen: Es arbeitet das Wesen sowie das Werteprofil eines Hospizes klar heraus und steht für eine geprüfte, hochwertige Pflege- und Betreuungsqualität, die dem Kern der Hospizidee entspricht.
Nähere Informationen finden Sie unter: https://www.hospiz-nds.de/themen/guetesiegel-stationaeres-hospiz/

Pflegemodell für stationäre Hospize – Publikation erschienen
In den letzten Jahren ist die Zahl stationärer Hospize in Deutschland enorm gestiegen. Immer mehr schwerstkranke und sterbende Menschen können in diesen Spezialeinrichtungen gut begleitet und versorgt ihre letzte Lebensphase gestalten. Die hospizlich-palliative Pflege in stationären Hospizen besitzt dabei eine eigene Qualität.
Bei Books on Demand ist nun eine Publikation erschienen, die einen Theorierahmen und praktische Aspekte eines Pflegemodells für stationäre Hospize beschreibt. Die Autorin, Miriam Püschel, ist stellvertretende Pflegedienstleitung in einem stationären Hospiz und QM-Auditorin für das Gütesiegel Stationäres Hospiz
Weitere Infos: https://www.bod.de/buchshop/pflegemodell-fuer-stationaere-hospize-miriam-pueschel-9783734773624

Gibt es Hospize für Kinder und Jugendliche?

Kinder- und Jugendhospize nehmen Kinder sowie Jugendliche und junge Erwachsene mit tödlich verlaufenden Krankheiten auf, bei denen eine Heilung nach dem Stand der Medizin ausgeschlossen ist. Auch die Eltern und Geschwister können mit aufgenommen werden.
Ziel ist die Entlastung der Familie in der Betreuung des erkrankten Kindes durch Kurzzeitpflege von bis zu 28 Tagen im Jahr. Durch pflegerische, pädagogische und seelsorgerische Angebote wird eine umfassende Unterstützung gegeben. Ein Schwerpunkt der Arbeit liegt in der Betreuung der gesunden Geschwisterkinder, die häufig in den Hintergrund der Aufmerksamkeit geraten und gerade deshalb besondere Zuwendung brauchen.

Wie ist die ärztliche Versorgung geregelt?

Der Hospizgast kann von seinem Hausarzt weiter betreut werden. In der Regel haben die Hospize einen engen Kontakt zu Palliativmedizinern, die unterstützend hinzugezogen werden können.

Wer trägt die Kosten für einen Hospizaufenthalt?

Die Kosten der stationären Hospizversorgung in Hospizen werden zu 95% von der jeweiligen Kranken- und Pflegekasse übernommen. 5% der Kosten werden durch das stationäre Hospiz bzw. den Träger über Spenden erbracht. Patientinnen und Patienten sind seit der Gesetzesänderung im Jahr 2009 (§39a Abs. 1 SGB V) von einem Eigenanteil befreit.

Wer kann aufgenommen werden?

Aufgenommen werden Menschen, die an einer unheilbaren, in absehbarer Zeit zum Tode führenden Krankheit leiden, bei der eine Heilung ausgeschlossen und eine palliativmedizinische und -pflegerische Versorgung notwendig oder von dem Patienten erwünscht ist, eine Krankenhausbehandlung nicht erforderlich ist und eine ambulante Versorgung im Haushalt oder in der Familie nicht ausreicht.

Was ist ein stationäres Hospiz?

Stationäre Hospize sind baulich, organisatorisch und wirtschaftlich eigenständige Einrichtungen mit separatem Personal und Konzept. Sie verfügen mindestens über acht und in der Regel höchstens über 16 Betten. Stationäre Kinderhospize sind speziell auf die Bedürfnisse lebensverkürzend erkrankter Kinder ausgerichtet.