Stationäre Hospizarbeit

Der LSHPN unterstützt die Weiterentwicklung der ambulanten Hospizarbeit in Niedersachsen durch Informationen, Beratung, Vernetzung und die Organisation von Veranstaltungen. Insbesondere steht er für Beratung zur Bedarfsermittlung bei Neugründungen von stationären Hospizen zur Verfügung. Hierfür kooperiert er u.a. mit dem Hospiz- und PalliativVerband Niedersachsen e.V.

LSHPN-Aktivitäten

Stationäre Hospizarbeit

Häufig gestellte Fragen

Was ist ein stationäres Hospiz?

Stationäre Hospize sind baulich, organisatorisch und wirtschaftlich eigenständige Einrichtungen mit separatem Personal und Konzept. Sie verfügen mindestens über acht und in der Regel höchstens über 16 Betten. Stationäre Kinderhospize sind speziell auf die Bedürfnisse lebensverkürzend erkrankter Kinder ausgerichtet.

Wer kann aufgenommen werden?

Aufgenommen werden Menschen, die an einer unheilbaren, in absehbarer Zeit zum Tode führenden Krankheit leiden, bei der eine Heilung ausgeschlossen und eine palliativmedizinische und -pflegerische Versorgung notwendig oder von dem Patienten erwünscht ist, eine Krankenhausbehandlung nicht erforderlich ist und eine ambulante Versorgung im Haushalt oder in der Familie nicht ausreicht.

Kann ich selbst entscheiden, ob ich in ein Hospiz gehen möchte?

Der Patient muss mit der Aufnahme in ein Hospiz einverstanden sein. Grundsätzlich ist eine ärztliche Verordnung notwendig, die dann ausgestellt werden kann, wenn der besondere Versorgungsbedarf besteht.

Ist ein Wechsel von einem Altenpflegeheim in ein Hospiz möglich?

Der Wechsel von einem Altenpflegeheim in ein Hospiz ist nur unter ganz engen Voraussetzungen möglich, wenn die Versorgung im Heim wegen des zu großen palliativpflegerischen Aufwandes nicht mehr möglich ist.

Wer trägt die Kosten für einen Hospizaufenthalt?

Die Kosten der stationären Hospizversorgung in Hospizen werden zu 95% von der jeweiligen Kranken- und Pflegekasse übernommen. 5% der Kosten werden durch das stationäre Hospiz bzw. den Träger über Spenden erbracht. Patientinnen und Patienten sind seit der Gesetzesänderung im Jahr 2009 (§39a Abs. 1 SGB V) von einem Eigenanteil befreit.

Wie ist die ärztliche Versorgung geregelt?

Der Hospizgast kann von seinem Hausarzt weiter betreut werden. In der Regel haben die Hospize einen engen Kontakt zu Palliativmedizinern, die unterstützend hinzugezogen werden können.

Können Angehörige im Hospiz übernachten?

In der Regel stehen den Angehörigen Gästezimmer zur Verfügung oder es kann ein Gästebett im Zimmer des Hospizgastes aufgestellt werden.

Können Haustiere mit aufgenommen werden?

In einigen Hospizen ist auch die Mitaufnahme von Haustieren möglich, in der Regel können die Haustiere zum Besuch mitgebracht werden.

Gibt es Hospize für Kinder und Jugendliche?

Kinder- und Jugendhospize nehmen Kinder sowie Jugendliche und junge Erwachsene mit tödlich verlaufenden Krankheiten auf, bei denen eine Heilung nach dem Stand der Medizin ausgeschlossen ist. Auch die Eltern und Geschwister können mit aufgenommen werden.
Ziel ist die Entlastung der Familie in der Betreuung des erkrankten Kindes durch Kurzzeitpflege von bis zu 28 Tagen im Jahr. Durch pflegerische, pädagogische und seelsorgerische Angebote wird eine umfassende Unterstützung gegeben. Ein Schwerpunkt der Arbeit liegt in der Betreuung der gesunden Geschwisterkinder, die häufig in den Hintergrund der Aufmerksamkeit geraten und gerade deshalb besondere Zuwendung brauchen.